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Übernahme der Huffington Post Wie AOL den Neuanfang versucht

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AOL will wieder jung und hip Quelle: dapd

Mit der "Huffington Post" hat die 1950 als Arianna Stassinopoulos in Griechenland geborene Huffington einerseits inhaltlich eine wichtige neue Stimme in der Medienlandschaft etabliert und es geschafft, damit auch Geld zu verdienen. Im vergangenen Jahr war die Seite erstmals profitabel, der Umsatz hat sich von 31 auf 60 Millionen Dollar verdoppelt.   

Den Durchbruch hatte die "HuffPo" in der Präsidentschafts-Kampagne 2008, als sie sich neben den konservativen Kommentatoren von "Fox News" als linksliberales Gegengewicht etablierte. Das Erfolgsgeheimnis ist ein Mix aus klassischem Journalismus und dem cleveren Einsatz neuer Technologien. Zum einen gibt es die Masse an Ratgeber-Stücken und Promi-Geplänkel, die für Internet-Suchmaschinen optimiert sind.

Es gibt zum Beispiel eine Extra-Seite mit Scheidungs-Informationen oder simpel gestrickte Artikel wie „Um welche Uhrzeit startet der Superbowl?“. Auf diesem Wege kommen zahlreiche Nutzer und Werbung auf die Website. Zugleich bietet die "Huffington Post" aber auch seriöse Kommentare und Qualitätsjournalismus, für den auch schon Reporter etwa der "New York Times" abgeworben wurden.

Streitigkeiten im AOL-Medienkonglomerat

Doch leicht wird es nicht, das Konzept auf das neue AOL-Medienkonglomerat zu übertragen. Deren bisherige Flaggschiffe, die Technikblogs Techcrunch und Engadget zettelten kürzlich einen heftigen öffentlichen Streit an und Branchenbeobachter spekulieren bereits darüber, wann der populäre Techcrunch Michael Arrington von Bord geht.  "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er für Arianna arbeitet", schreibt beispielsweise Newsweek-Redakteur Dan Lyons.

Ein weiteres Problem sind die geringen Werbepreise im Netz. Bei Inhaltsfabriken wie dem  kürzlich an die Börse gegangene Demand Media produzieren die Mitarbeiter möglichst schnell und zahlreich Texte, die speziell auf Suchanfragen bei Google ausgerichtet sind. Auch AOL setzt auf dies Strategie, wie ein kürzlich publik gewordenes Dokument zeigt.

Es wird für Huffington ein schwieriger Spagat zwischen qualitativ hochwertigem Journalismus und dem Zwang, mit möglichst geringem Aufwand die Einnahmen zu steigern. Und keine leichte Aufgabe, den Erfolg der "Huffington Post" in größerem Maßstab zu wiederholen.

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