Umsatzrückgang Zeitenwende für die Hersteller von Luxusuhren

Jahrelang lief das Geschäft der deutschen Hersteller blendend. Doch die Wirtschaftskrise stoppte den Boom. Die Schweizer Uhrenmesse Baselword, die weltweit wichtigste der Branche, soll jetzt den Umschwung bringen.

Eine Frau hält eine Quelle: dpa/dpaweb

Eine Milliarde Armbanduhren stellt China jährlich her, mehr als jedes andere Land. Auf Platz zwei liegt die Schweiz mit 26 Millionen Exemplaren, gefolgt von Deutschland mit 13 Millionen. In Glashütte, dem deutschen Uhrenzentrum, leidet das Geschäft unter der Finanz- und Wirtschaftskrise. Detaillierte Zahlen geben die Unternehmen nicht heraus. Allerdings nahm die sächsische Stadt 2009 nur noch eine Million Euro an Gewerbesteuer ein, 2007, vor der Krise, konnte sie noch vier Millionen Euro kassieren. Eine Trendwende erhofft sich die Branche von der Uhrenmesse Baselworld, die morgen in Basel beginnt.

33,94 Euro

gab jeder deutsche Haushalt 2009 im Schnitt für Zeitmesser aus. Insgesamt setzten die deutschen Uhrenhändler 1,34 Milliarden Euro um – 60 Millionen Euro weniger als 2008. Luxusuhren aus Gold verkauften sich jedoch sehr gut, so der Bundesverband der Juweliere. Wegen des hohen Goldpreises betrachteten viele Bürger Produkte aus dem Edelmetall als gute Wertanlage.

470 Mitarbieter

zählt die Glashütter Manufaktur A. Lange & Söhne. Damit ist die Tochter der Schweizer Richemont-Gruppe Deutschlands größter Uhrenhersteller. Nummer zwei ist Glashütte Original mit 320 Mitarbeitern, eine Tochter der Schweizer Swatch Group. Junghans hat 90 Kräfte, Nomos 80.

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