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Umweltschutz Die grüne Flotte

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AIDASol Quelle: AIDA

Gespart wird auch bei der Beleuchtung. Bis zu 40 Prozent der nicht für den Antrieb benötigten Energie werden bei heutigen Kreuzfahrtschiffen für die Illumination des Schiffes aufgewendet. Durch den Einsatz innovativer Beleuchtungslösungen und ein umfassendes Licht-Management-System lassen sich circa 30 Prozent der für die Beleuchtung benötigten Anschlussleistung einsparen. Ebenso lässt sich das Gesamtgewicht durch die wesentlich leichteren Beleuchtungssysteme um bis zu acht Tonnen reduzieren.

Jeder Tropfen Wasser wird recycelt

Wasser ist eines der wichtigsten Ressourcen überhaupt. Durch die Umstellung auf Wasser sparende Anwendungen wie spezielle Duschköpfe, Durchflussbegrenzer bei Waschbecken, Zeitschaltungen und eine Infrarotsteuerung in den Bädern konnte der Pro-Kopf-Frischwasserverbrauch kontinuierlich reduziert werden.

Das Kondensat-Wasser aus der Klimaanlage wird in der Wäscherei zum Waschen verwendet. Ein sogenanntes Vacuum-Food-Waste-System für Lebensmittelabfälle, verbraucht erheblich weniger Wasser als herkömmliche Systeme: Normalerweise werden Lebensmittelabfälle durch Rohrleitungen geschwemmt – das dafür notwendige Wasser lässt sich mithilfe des Vakuum-Systems sparen.

Klär- und Entölungsanlagen

Biologische Kläranlagen an Bord der neuen Schiffsgeneration garantieren, dass das entsorgte Wasser Trinkwasserqualität erreicht. Toilettenabwässer werden gereinigt, gleichzeitig wird der Phosphatgehalt reduziert. Die Abwasserbehandlungsanlagen bestehen aus einem Bioreaktor mit einer Membranfilteranlage. Die Schiffe der Aida-Flotte verfügen darüber hinaus über Entölungsanlagen. Diese vermeiden ölhaltiges Abwasser, sogenanntes Bilgenwasser, das üblicherweise beim Schiffsbetrieb anfällt.

Abfälle, die früher mit Vorliebe in der Abenddämmerung über das Heck entsorgt wurden, werden heute gesammelt, vorsortiert, verdichtet und an Land abgegeben. Papier und Plastik werden verbrannt, die Asche an Land entsorgt. Metall und Glas werden zerkleinert und gepresst, Lebensmittelabfälle in der sogenannten Water Treatment and Food Waste-Anlage gepresst und entwässert.

Was übrig bleibt, ist in Konsistenz und Zusammensetzung wie feine Blumenerde.

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