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Umweltskandal Endstation sibirischer Abstellplatz für französischen Atommüll

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Unheimlich dabei ist eine Reihe von Unbedenklichkeiten und zynischen Sprüchen, denen selbst Menschen, die sich dazu durchgerungen haben, Befürwortern der Kernenergie zu sein, das Blut in den Adern gefrieren lässt. So weisen die französischen Manager von EdF alle Veranwortung für die Art der Lagerung in Sibirien weit von sich mit dem Argument:

Der Atommüll gehöre gar nicht mehr EdF, da er an das sibirische Aufbereitungsunternehmen Tenex verkauft, damit dessen Eigentum sei.Die Russen hätten weitreichende Erfahrung mit Endlagerung.

Der französische Umweltminister Louis Borloo, das bedenkenlose Gegenmodell zum bisher amtierenden deutschen Umweltminister Sigmar Gabriel, setzte noch eins drauf. Konfrontiert mit der monatelangen, auch gefährlichen Recherche der französischen Liberation-Reporter, die auch vom KGB beäugt wurden, sagte er nur kurz: Der jahrelange Transport von Atommüll nach Sibirien sei keineswegs geheim, man hat sich nur entschlossen, diese Transporte "nicht zu kommunizieren".

Wasser auf Mühlen der Atomgegner

Frankreich betreibt 58 Atomkraftwerke und plant neben der Wiederaufbereitungsanlage in La Hague zwei weitere Wiederaufbereitungsanlagen in Frankreich. Die französische Öffentlichkeit blieb bisher immer gleichmütig bei Nachrichten über Sicherheitsmängel. 80 Prozent des französischen Stroms kommt in Frankreich aus französischen Kernkraftwerken. Ob die Seelenruhe nach dem Arte-Bericht noch anhält, bleibt abzuwarten. In Deutschland sind solche news allerdings Wasser auf die Mühlen der Atomkraftgegner auch im bürgerlichen Lager der CDU.

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