Verdacht auf Insidergeschäfte Ex-Airbus-Chef Forgeard bleibt vorerst in Polizeigewahrsam

Der frühere Airbus-Chef und Co-Chef von EADS, Noël Forgeard, bleibt bis diesen Freitag zum Verhör wegen möglicher Insidergeschäfte in Polizeigewahrsam. Anschließend müsse entschieden werden, ob Forgeard einem Untersuchungsrichter vorgeführt oder einfach auf freien Fuß gesetzt werde, verlautete heute aus Justizkreisen in Paris.

Nichts mehr zu lachen haben Quelle: dpa-dpaweb

Auch ein früherer Mitarbeiter Forgeards wurde im Zusammenhang mit dem Insiderverdacht verhört. Forgeard hatte EADS-Aktien mit Millionengewinn verkauft, bevor im Juni 2006 die Probleme bei der Fertigung der Airbus A380 bekanntgegeben wurden und der Aktienkurs einbrach. Der frühere Top-Manager weist jeden Verdacht eines Insiderdeliktes von sich.

Wie Forgeard stehen die Großaktionäre Lagardère und Daimler sowie die Hälfte der aktuellen Konzernführung unter Insiderverdacht, darunter der jetzige Airbus-Chef Thomas Enders, sein Stellvertreter Fabrice Brégier und Finanzchef Hans-Peter Ring. Der Konzern lehnt eine Stellungnahme zu dem Thema ab. „Es gibt eine absolute Regel: die Unschuldsvermutung“, sagte Konzernchef Louis Gallois dem „Point“ (heutige Ausgabe).

Die Betroffenen hätten sein „volles Vertrauen“. Gallois bezeichnete es als eine seiner Aufgaben, „dafür zu sorgen, dass die betroffenen Führungskräfte ihre ganze Autorität“ behielten.

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