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Vergütungsstudie Frauen im Vorstand verdienen mehr als männliche Kollegen

Top-Managerinnen sind knapp und daher besonders bei großen deutschen Konzernen begehrt. Das zeigt sich auch beim Gehalt, wie eine Studie zeigt.

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EY: Frauen im Vorstand verdienen mehr als männliche Kollegen Quelle: SAP / Lukas Lowack

Weibliche Manager verdienen vor allem in den Vorständen großer deutscher Unternehmen mehr als ihre männlichen Kollegen. Nach einer Studie der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young), die am Freitag veröffentlicht wurde, lag die Direktvergütung weiblicher Vorstände in den größten deutschen börsennotierten Unternehmen (Dax, MDax, SDax) im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei 2,27 Milliarden Euro und damit 27 Prozent höher als bei den Männern.

EY-Vergütungsexperte Jens Massmann erklärt das damit, dass Frauen als Top-Manager bei vielen Firmen – vor allem unter den 30 Dax-Unternehmen – besonders begehrt sind. „Da geeignete Kandidatinnen knapp sind, steigt ihr Marktwert und damit auch ihre Vergütung“, heißt es in der Studie.

Im Dax verdienen weibliche Vorstandsmitglieder im Schnitt 3,04 Millionen Euro, männliche nur 2,92 Millionen. Vorstandschefs hat EY allerdings in der Studie ausgeklammert –die erste (Co-)Vorstandschefin eines Unternehmens im Leitindex Dax wurde mit Jennifer Morgan (SAP) erst im Oktober bestellt. Insgesamt stehen 40 weiblichen Vorständen 350 Männer gegenüber, selbst im Dax lautet das Verhältnis 23 zu 116.

Insgesamt mussten die Top-Manager deutscher Unternehmen im vergangenen Jahr Gehaltseinbußen hinnehmen. Im Durchschnitt bekamen die Vorstände 2,09 Millionen Euro, ein halbes Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 2013, im ersten Jahr der Erhebung, hatten sie 30.000 Euro mehr verdient. „Die zunehmend schwierige konjunkturelle Lage und die durchwachsene Geschäftsentwicklung hat zu Gehaltseinbußen bei den Top-Managern geführt“, erläutert Massmann. Die Frauen in den Vorständen erhielten dagegen im Schnitt 6,5 Prozent mehr.

Der Trend zeigt laut EY nach unten: Viele Großkonzerne aus Deutschland befänden sich im Umbruch. „Die Gewinne sinken, die Aktienkurse sind unter Druck. Daher müssen sich die Vorstände und vor allem die Vorstandsvorsitzenden wohl auf weitere Gehaltseinbußen einstellen“, sagt Massmann.

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