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Versandhandel Amazon tritt in die Fußstapfen von Quelle

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Beim Traditionshändler Quelle wurden solche Marken-Anker dagegen längst gelichtet. In der BBDO-Liste landete der Großversender auf Platz 18, soll heißen: Bei kaum einem Sortimentsbereich kam die Kundschaft am Ende noch auf die Idee, zuerst im Quelle-Katalog zu stöbern. Zudem limitierten die Kataloge die Angebotsbreite. Denn selbst die Hunderte Seiten starken Traditionswälzer zeigen nur Ausschnitte der online verfügbaren Produktwelt.

Amazon sind derlei Sorgen fremd. Die Käufer können zwischen 10 000 verschiedenen Handtaschen wählen, 180 000 Gartenartikel füllen die Seiten. Ausgefeilte Suchalgorithmen lotsen den User durch den Warendschungel und locken mit individualisierten Produkttipps. Im Hintergrund scannen Preissuchmaschinen die Seiten der Wettbewerber, der Konzern vermietet Rechenkapazität an Firmen, kooperiert mit Kreditkartenanbietern und bastelt an eigenen Technikprodukten wie dem elektronischen Lesegerät Kindle, das wiederum den Verkauf von digitalen Inhalten befeuern dürfte.

Rund ein Drittel aller Artikel, die der Online-Riese in Deutschland anbietet, stammen ohnehin von Handelspartnern und Privatleuten: Sie nutzen Amazon als Verkaufsplattform für Neu- und Gebrauchtwaren und reichen dafür einen Teil des Verkaufspreises weiter. „Wir müssen die schwerste Bürde des Kaufmanns nicht tragen, Produkte vorauswählen zu müssen“, sagt Deutschland-Chef Kleber.

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