Infinus-Skandal Razzia bei Ergo und Gothaer

Durchsuchungen bei den Versicherern Ergo und Gothaer: Die Polizei sicherte am Donnerstag Beweismaterial im Zusammenhang mit den Betrugsvorwürfen gegen Infinus.

Infinus: Razzia bei Ergo und Gothaer Quelle: dpa

Im Zuge der Betrugsvorwürfe gegen den Finanzdienstleister Infinus hat die Polizei dem "Handelsblatt" zufolge die Konzernzentralen der Versicherer Ergo und Gothaer durchsucht. Bei Ergo hätten die Ermittler Beweismaterial gesichert, berichtete die Zeitung am Donnerstag vorab aus der Freitag-Ausgabe.

Ergo erklärte dazu auf Anfrage, es treffe zu, dass die Kriminalpolizei am Donnerstag bei Ergo gewesen sei. "Sie wollten von uns Informationen für Ihre Ermittlungen gegen Dritte." Die Ermittlungen richteten sich aber nicht gegen Mitarbeiter von Ergo. Bei der Gothaer war am Abend zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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Die Staatsanwaltschaft wirft Infinus vor, seine Anleger mit einem Provisionskarussell betrogen zu haben. Das "Handelsblatt" hatte im April berichtet, Ergo habe trotz interner Warnungen bis kurz vor der Insolvenz von Infinus Millionengeschäfte mit der Firma betrieben.

Ergo gehört zur Münchner Rück, die Ergo im April in der Sache bereits kritisierte. Dass Ergo die Verbindung zu Infinus nicht sofort nach Anzeichen von Unregelmäßigkeiten abgebrochen habe, sei "enttäuschend", hatte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard gesagt.

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