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ÖPP-Investitionen Allianz fordert Renditegarantie

Exklusiv

Die Allianz fordert vom Bund neue Modelle bei Öffentlich-Privaten-Partnerschaften (ÖPP) für den Ausbau der Infrastruktur.

Fahnen mit dem Logo der Allianz Quelle: dpa

"Auch über garantierte Renditen sollte man nachdenken", sagte der Chefvolkswirt des Konzerns, Michael Heise, in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. "Aktuell sind die Renditen auf dem Kapitalmarkt gering. Eine Renditegarantie wäre ein Weg, um Kapital zu mobilisieren." Die Rendite könnte im Gegenzug nach oben gedeckelt werden, wovon auch der Staat profitieren könne. Heise: "Sehr hohe Renditen bei ÖPP könnten dann an den Steuerzahler zurückfließen."

Die Allianz erwägt derzeit, ihre Investitionen in den Aus- und Neubau öffentlicher Projekte zu erhöhen. "Bis zu sechs Milliarden Euro kämen zusammen, wenn die Allianz den Anteil an Infrastrukturausgaben um nur einen Prozentpunkt erhöhen würde", sagte Heise der WirtschaftsWoche. Die Versicherung interessiere sich im Rahmen solcher Öffentlich-Privaten-Partnerschaften für den Aus- und Neubau von Straßen, Tunneln, Brücken und Flughäfen. "Auch erneuerbare Energien sind spannend. Wir können uns vorstellen, noch stärker den Ausbau von Stromtrassen, Solarparks und Windrädern mitzufinanzieren", so Heise.

Deutschland sollte sich bei ÖPP zudem an Frankreich orientieren. "Frankreich ist ein Vorbild", so Heise. "Bei aller Kritik an der Wirtschaftspolitik: Die Verkehrsinfrastruktur ist beeindruckend. Frankreich hat etwa die Autobahnen überwiegend über ÖPP finanziert. Nach Konzessionslaufzeiten von 25 bis 35 Jahren fallen sie wieder in den öffentlichen Besitz zurück. Die Nutzung der Autobahnen ist möglicherweise etwas teurer, aber dafür ist die Qualität auch besser."

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