US-Wahlkampf Allianz-Kunden kündigen wegen Spenden für Mitt Romney

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Weil US-Führungskräfte des Versicherungskonzerns Allianz für Mitt Romneys Wahlkampf gespendet haben, kündigen viele deutsche Kunden ihre Verträge.

Michael Diekmann Quelle: dpa

Der US-Wahlkampf bereitet Allianz-Chef Michael Diekmann Ärger: Weil die US-Führungskräfte des Versicherungsriesen vor allem Mitt Romney und die Republikanische Partei unterstützen, hat eine Reihe deutscher Kunden ihre Verträge mit dem Konzern gekündigt oder dies angedroht. „Wir haben einige Dutzend Kunden, die ihrem Ärger Luft verschafft haben, und es treffen weiterhin Briefe und Mails ein“, sagt ein Sprecher des Konzerns.

Kunden wollen Romneys Politik nicht unterstützen

Hinzu komme: Die Dunkelziffer derer, die ihren Vertrag kündigen, ohne einen Grund zu nennen, sei erfahrungsgemäß deutlich höher. Die Kunden stören sich vor allem an Romneys Positionen in Umwelt-, Krankenversicherungs- und Rüstungsfragen. Mit einem Unternehmen, das diese Politik unterstütze, wollten sie nichts zu tun haben.

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Konzernleitung in Deutschland ohne Einfluss

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Tatsächlich habe die Allianz-Führung keinen Einfluss auf das Spendenverhalten ihrer US-Mitarbeiter. Unter Führungskräften dort sei es üblich, Kandidaten mit Geld direkt zu unterstützen oder im Unternehmen sogenannte Politische Aktionskomitees zu gründen, die Spenden sammeln, verteidigt sich der Versicherer.

Weil das US-Spendensystem viel transparenter sei als das deutsche, ließen sich Rückschlüsse über ihre Arbeitgeber ziehen. Die WirtschaftsWoche hatte berichtet, dass US-Mitarbeiter der Allianz und der Deutschen Bank vor allem für Präsidentschaftskandidat Romney und seine Republikaner gespendet haben.

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