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Volkswagen Die wunden Punkte in VWs Angriff auf Toyota

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Hürde Nummer 4: Markenführung

Volkswagen verfügt mit VW, Audi, Skoda, Seat, Bentley, Lamborghini, Bugatti, der VW-Transportersparte und dem schwedische Lkw-Bauer Scania über neun Marken. Zudem besitzt der Wolfsburger Konzern den Sportwagenbauer Porsche zur Hälfte und ist wesentlich am japanischen Kleinwagenspezialisten Suzuki sowie dem Münchner Lkw-Bauer MAN beteiligt. Der US-Chef von Volkswagen, Jonathan Browning, hält VW für führend beim Markenmanagement. Andere Konzerne hätten ihre Marken nicht so gut im Griff, sagt der Manager, der zuvor bei General Motors und Ford tätig war. Doch Volkswagen läuft Gefahr, sich mit seiner Vielzahl an Marken zu verzetteln. Bei Ford hat das letztlich dazu geführt, dass mehrere Marken verkauft oder eingestellt werden mussten, und dass sich Ford heute fast ausschließlich auf die Marke Ford konzentriert. Ganz anders die Richtung bei VW, wo der bald 74-jährige Porsche-Enkel Ferdinand Piech am liebsten auch noch die Fiat-Tochter Alfa Romeo in sein Imperium holen würde. Der italienische Mutterkonzern lehnt dies allerdings ab.

Hürde Nummer 5: Lkw-Allianz

Auftakt zur Klagewelle: Fonds Quelle: dpa

Um das automobile Riesenreich besser steuern zu können, wird in Wolfsburg erwogen, den Konzern aufzuteilen. Ein Modell sieht vor, die Pkw-Marken auf der einen Seite und das Lkw-Geschäft auf der anderen Seite zu je einer anderen Gruppe zu formieren. Für die Pkw-Marken wären zwei Untergruppen denkbar, eine für die Volumenmarken und eine für Luxusautos. Hindernis für die Lkw-Allianz ist jedoch die Korruptionsaffäre bei der einstigen MAN-Tochter Ferrostaal. Hier verhandeln die Münchner seit Monaten über eine Lastenverteilung – etwa einer drohenden Strafzahlung der Staatsanwaltschaft – mit dem Hauptaktionär IPIC. MAN hat seine Hauptversammlung auf Ende Juni verschoben, um Zeit zu gewinnen. Bis dahin soll der Konflikt beigelegt sein. Die VW-Tochter Scania könnte dann eine Offerte für MAN abgeben, an der die Wolfsburger knapp 30 Prozent halten. Porsche-Fusion: Für seinen Megakonzern will Piech Volkswagen mit Porsche verschmelzen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die beiden Ex-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter drohen dieses wichtige Vorhaben allerdings bis 2013/2014 verzögern. Zudem gibt es erhebliche finanzielle Risiken: Investmentfonds könnten die Untersuchungsergebnisse für Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe gegen Porsche nutzen. Die Fonds fühlen sich von dem Unternehmen getäuscht. Sie werfen dem damaligen Management vor, seine Übernahmepläne lange verschleiert und damit Börsenkurse manipuliert zu haben. Porsche hatte 2008 versucht, mit riskanten Finanztransaktionen den deutlich größeren VW-Konzern zu schlucken. Dabei verspekulierte sich die Konzernspitze um Wiedeking jedoch, Porsche drohte unter der Schuldenlast zusammenzubrechen. VW dreht den Spieß um, rettete Porsche und will sich nun seinerseits das Stuttgarter Unternehmen einverleiben. Alternativ zur Fusion könnte sich VW für knapp vier Milliarden Euro die andere Hälfte des Sportwagengeschäfts einverleiben. Die wechselseitig eingeräumten Optionen können erstmals im November 2012 ausgeübt werden, letztmals Ende Januar 2015. Dann bliebe die Porsche-Holding bestehen, die mit knapp 51 Prozent an Volkswagen beteiligt ist.

Hürde Nummer 6: Porsche-Fusion

Für seinen Megakonzern will Piech Volkswagen mit Porsche verschmelzen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die beiden Ex-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter drohen dieses wichtige Vorhaben allerdings bis 2013/2014 verzögern. Zudem gibt es erhebliche finanzielle Risiken: Investmentfonds könnten die Untersuchungsergebnisse für Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe gegen Porsche nutzen. Die Fonds fühlen sich von dem Unternehmen getäuscht. Sie werfen dem damaligen Management vor, seine Übernahmepläne lange verschleiert und damit Börsenkurse manipuliert zu haben. Porsche hatte 2008 versucht, mit riskanten Finanztransaktionen den deutlich größeren VW-Konzern zu schlucken. Dabei verspekulierte sich die Konzernspitze um Wiedeking jedoch, Porsche drohte unter der Schuldenlast zusammenzubrechen. VW dreht den Spieß um, rettete Porsche und will sich nun seinerseits das Stuttgarter Unternehmen einverleiben. Alternativ zur Fusion könnte sich VW für knapp vier Milliarden Euro die andere Hälfte des Sportwagengeschäfts einverleiben. Die wechselseitig eingeräumten Optionen können erstmals im November 2012 ausgeübt werden, letztmals Ende Januar 2015. Dann bliebe die Porsche-Holding bestehen, die mit knapp 51 Prozent an Volkswagen beteiligt ist.

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