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Vulkanasche Deutsche Fluglinien drücken sich um Ticket-Erstattung

Vier Monate nach dem Vulkanasche-Flugverbot über Europa warten betroffene Passagiere immer noch auf ihr Geld, die Beschwerden nehmen zu. Die Geduld der EU-Kommission ist jetzt am Ende.

Ein Airbus A380 der Lufthansa Quelle: APN

Europas Gesetzeslage könnte kaum klarer sein: Fluggesellschaften müssen Kunden den Preis des Flugtickets binnen sieben Tagen erstatten, haben sie den Flug gestrichen. Als im April Asche des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull Europas Luftraum für eine Woche lahmlegte, baten die Airlines zwar um Verständnis, dass es durch die Masse betroffener Passagiere länger dauert. Doch weil selbst vier Monate nach dem Flugverbot noch immer Kunden auf Geld warten, droht die EU-Kommission nun den Airlines mit Ärger.

170 Beschwerden

Sie hat die nationalen Aufsichtsbehörden angewiesen, die EU-Regeln streng durchzusetzen, notfalls Strafen zu verhängen. Beim Luftfahrtbundesamt liegen inzwischen 170 Beschwerden. Vier von fünf richten sich gegen deutsche Fluglinien. Da viele Passagiere aus Bequemlichkeit keinen langwierigen Streit mit den Airlines suchen, dürfte die Dunkelziffer hoch sein.

Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben die ausstehenden Beträge seit Anfang Juli zurückgezahlt. Doch mehrere Kunden berichteten gegenüber der WirtschaftsWoche, dass sie Online-Formulare für die Rückerstattung ausgefüllt hätten, doch kein Geld erhalten haben. Auch bei der zweitgrößten deutschen Linie Air Berlin gibt’s Probleme. Weil die Rückerstattungen noch „in Bearbeitung“ seien, macht sie keine Angaben, um wie viele Fälle es geht. Nach der Sommerpause will sich die EU-Kommission erneut des Themas annehmen.

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