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Werbung Hund vs. Katze: Wie neue Werbestrategien aussehen sollten

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Nutzer wollen animiert werden

Spätestens an der Stelle kommt die Katzen-Metapher ins Spiel. So gehe es laut den Ogilvy-Strategen vor allem darum, die Konsumenten zu animieren, sich mit dem Produkt auseinanderzusetzen, mit ihnen zu spielen – und zwar wann und wo sie wollen.

So war etwa eine der erfolgreichsten Kampagnen des vergangenen Jahres „Der beste Job der Welt“. Dahinter steckte letztlich nichts weiter als Standortmarketing für das Great Barrier Reef in Australien. Doch statt die üblichen Naturschönheiten und bunten Unterwasserfotos zu zeigen, wählte die Agentur eine andere Strategie: Sie schaltete global Zeitungsanzeigen für den tollsten Job der Welt – ein halbes Jahr Inselhüter bei voller Bezahlung. Statt zu werben, wurde eine Geschichte erzählt. Eine, die sagt der Traum vom Strandparadies ist möglich und man bekommt sogar noch Geld dafür. Die Bewerber mussten sich per Videoclip vorstellen, am Ende gab es einen sportlichen Wettbewerb, um den Sieger zu ermitteln. Das ganze Geschichte wurde Millionen Mal im Internet verlinkt, weitererzählt. Allein das Startvideo auf YouTube (siehe Video weiter unten) wurde über 230.000 Mal angesehen. „Es war eine Geschichte, für die sich die Leute interessieren“, sagt Strerath.

Entsprechend erzählerisch, spielerisch, emotional, und einladend müssten Kampagnen heute konstruiert sein, damit sie funktionieren. Welche Katze hört schon auf Kommandos?

Ein ausführliches Interview mit Ogilvy-Deutschland-Chef Thomas Strerath über widerspenstige Verbraucher finden Sie ab Montag in der WirtschaftsWoche 43/2009.

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