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WestLB Härtetest für die Sparkassen

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Dennoch sind Sparkassenvertreter optimistisch, dass sie ein auch für die EU akzeptables Paket schnüren können. „Almunia wird nicht einfach den Stecker ziehen“, lautet die verbreitete Hoffnung. Schließlich habe der gefürchtete EU-Kommissar zuletzt auch öffentlich signalisiert, dass er zwar ein insgesamt überzeugendes Konzept, aber keine bis ins allerletzte Detail konkretisierte Lösung erwarte.

Mit der Düsseldorfer Landesbank steht für die gesamte Gruppe viel auf dem Spiel. „Die West LB ist mit Abstand unser größter Problemfall“, sagt ein hochrangiger Sparkassenmanager. Es drohen Lasten in Milliardenhöhe, die auch das sorgsam gepflegte Image des bodenständigen Krisenprofiteurs gefährden.

Die anderen Krisenbanken sieht man in der S-Gruppe wesentlich entspannter: Die BayernLB gehört mittlerweile fast ausschließlich dem Freistaat. Der LBBW traut das Sparkassenlager die Gesundung aus eigener Kraft zu – wie auch Kommissar Almunia, der deren Beihilfen bereits genehmigt hat. Und bei der HSH Nordbank hoffen die Eigentümer auf den Einstieg einer chinesischen Bank – anders als bei der WestLB dürfte das nicht ganz abwegig sein.

Unverschuldet ist die missliche Lagre nicht. Die Sparkassen holen nun die Sünden der Vergangenheit ein. In den Verwaltungsräten der Landesbanken saßen Sparkassenmanager, die dort eigentlich die Fachkompetenz repräsentieren sollten. In Nordrhein-Westfalen mehr als anderswo. 

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