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Wettbewerb "Best Innovator" Die innovativsten Firmen des Jahres

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Intel Quelle: Laif/Redux/The New York Times

Das klappt offenbar gut. Im Haarpflegemarkt – mit 43 Milliarden Euro Jahresumsatz weltweit eines der wichtigsten Kosmetiksegmente – gehört die Henkel-Marke Schwarzkopf mit 1,7 Milliarden Euro zu den Marktführern. Knapp ein Viertel des Henkel-Umsatzes, stammen aus dem Kosmetikgeschäft, „bei der Profitabilität ist unser Anteil überproportional“, sagt Müller. Für sie ein Ergebnis des permanenten Innovationsprozesses: „Wir kommen im Kosmetikbereich jedes Jahr auf rund 50 Neueinführungen, 40 Prozent unserer Umsätze erzielen wir mit Produkten, die erst in den vergangenen drei Jahren eingeführt wurden.“

Produktneuentwicklungen müssen zwei eigentlich gegensätzliche Eigenschaften vereinen: Sie sollen Luxus vermitteln und dennoch bezahlbar bleiben. „Im Kosmetikbereich laufen Produkte mit natürlichen, luxuriösen Inhaltsstoffen wie Gold, Seide, Kaschmir und hochwertigen Ölen besonders gut“, sagt Müller. Großes Potenzial sieht sie in der Zielgruppe Männer: „Sie benutzten bisher häufig, was die Partnerin für sie ausgesucht hat oder was sie selbst nutzt, aber vor allem Singles und trendbewusste Konsumenten kaufen immer häufiger spezielle Männerkosmetika.“ Dazu zählen etwa Haarfärbemittel wie die neue Schwarzkopf-Linie Men Perfect, ein Gel, das nur fünf Minuten einwirken muss und den sonst gefürchteten Rotstich vermeidet.

Nachhaltigkeit als Erfolgskriterium

Immer mehr zum Erfolgskriterium wird auch Nachhaltigkeit. Henkel hat darum fünf Nachhaltigkeitsfelder definiert: Energie und Klima, Wasser und Abwasser, Gesundheit und Sicherheit, Materialien und Abfall sowie gesellschaftlicher und sozialer Fortschritt. „Jedes neue Produkt muss in mindestens einem dieser Felder deutlich besser sein als vorher“, sagt Weinberger, der den Wasch- und Reinigungsmittelbereich auch im Nachhaltigkeitsgremium des Konzerns vertritt.

Für den Dauerbrenner Persil, eine der drei Top-Marken des Konzerns, heißt das zum Beispiel: kürzere Waschzeiten, niedrigere Waschtemperaturen und geringere Abwasserbelastung – gleichzeitig sollen möglichst viele Arten von Flecken verschwinden, ohne dass die Farben der Textilien leiden. „Das Gebot der Nachhaltigkeit gilt bei Neuentwicklungen für die gesamte Wertschöpfungskette“, sagt Weinberger, „entscheidend sind nicht nur Verwendungseigenschaften und Produktion, sondern auch Beschaffung und Transport der Rohstoffe.“

Nachhaltigkeit bei Innovationen ist mittlerweile eines der wichtigsten Erfolgskriterien – der „Best Innovator“-Wettbewerb trägt dem mit vier Sonderpreisen für „Nachhaltiges Innovationsmanagement“ Rechnung. Zu den Preisträgern gehört auch der Autohersteller BMW – vor allem wegen seiner Ausrichtung auf „Efficient Dynamics“, wie die Marketingleute die auf Nachhaltigkeit getrimmte Unternehmensvision getauft haben. „Nachhaltigkeit ist seit Langem Bestandteil der Unternehmensstrategie“, sagt Jochen Otterbach, Leiter Technologie und Innovationsmanagement.

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