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Wirtschaftsspionage China spioniert deutsche Banken aus

China kundschaftet deutsche Banken aus – auf der Suche nach Informationen über die Finanzlage von Staaten und Unternehmen. Der Verfassungsschutz registriert eine Zunahme der Hackerangriffe aus China.

Präsentation eines Quelle: AP

Hacker schleichen sich in Firmennetzwerke ein, Praktikanten spionieren interne Geschäftsunterlagen aus. Vor allem chinesische und russische Geheimdienste zeigen derzeit ein steigendes Interesse an deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Zu dem Ergebnis kommt das für die Spionageabwehr zuständige Bundesamt für Verfassungsschutz in aktuellen Lageanalysen. Besonders systematisch gingen dabei offenbar chinesische Spione vor, die Deutschland inzwischen als „bevorzugtes Aufklärungsziel“ ansähen, heißt es.

Hacker-Angriffe auf deutsche Geldinstitute

Die Volksrepublik interessiert sich nicht nur für deutsches Know-how aus Zukunftsmärkten wie Automobilbau, Umwelttechnik, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt sowie Kommunikationstechnik. Seit Beginn der Finanzkrise geraten auch die Banken zunehmend ins Fadenkreuz der Geheimagenten. So registrierten die Sicherheitsbehörden erstmals auch Hacker-Angriffe auf deutsche Geldinstitute, die nach derzeitigen Erkenntnissen ihren Ursprung in China haben.

Wertvolle Informationen

Die Eindringlinge versuchen demnach, die IT- und Computersysteme der Geldhäuser anzuzapfen, um mehr Informationen und Zahlen über die wirtschaftliche Stabilität von Ländern und die Finanzkraft von Unternehmen zu erhalten. Die deutschen Banken sind dafür eine ideale Quelle. Sie besitzen als Kreditgeber von Staaten und Unternehmen viele nichtöffentlich zugängliche Daten. Die sind für ein Land wie China und dessen Wirtschaft viel wert.

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