Wulf Bernotat Ex-Eon-Chef mit 68 Jahren gestorben

Der frühere Eon-Chef Wulf Bernotat ist gestorben. Das bestätigte der Energiekonzern am Montag. Erst am Wochenende war der Manager als Aufsichtsratsvorsitzender von Vonovia zurückgetreten.

Der frühere RWE-Chef starb am Wochenende im Alter von 68 Jahren. Quelle: dpa

DüsseldorfDer frühere Eon-Chef Wulf Bernotat ist am Sonntag gestorben. Das bestätigte der Energiekonzern am Montag. „Wulf Bernotat hat Eon schon wenige Jahre nach der Fusion mit seiner herausragenden Persönlichkeit eine kraftvolle Identität gegeben, von deren Stärke wir noch heute profitieren“, erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen in einer Erklärung. „Zu seinen Verdiensten gehört auch sein persönlicher Einsatz für den entschlossenen Aufbau des damals noch neuen Geschäftes mit Erneuerbaren Energien in Europa und Nordamerika. Wir bei Eon werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.“

Bernotat war von 2003 bis 2010 Vorstandsvorsitzender von Eon. Von 1998 bis 2003 leitete der promovierte Jurist den Mülheimer Handelskonzern Stinnes, den er an die Börse brachte. Stinnes gehörte damals zu Eon beziehungsweise zum Vorgängerkonzern Veba. Vor Stinnes arbeitete Bernotat für Veba Öl und den Shell-Konzern, für den er unter anderem in Hamburg, London und Lissabon tätig war.

Erst am Samstag hatte der Wohnungskonzern Vonovia mitgeteilt, dass Bernotat sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender mit sofortiger Wirkung niederlege. Der Schritt wurde mit gesundheitlichen Problemen begründet. Konzernchef Rolf Buch äußerte am Samstag sein Bedauern über den Rücktritt. Er würdigte den Einsatz des Ex-Eon-Chefs für das Bochumer Unternehmen. Bernotat habe den Aufsichtsrat seit Juni 2013 geleitet und damit den Weg des Immobilienkonzerns vom Börsengang in den MDax und schließlich in den Dax begleitet. Er habe vor allem die strategische Neuausrichtung von Vonovia unterstützt.

Bernotat war auch Aufsichtsrat der Deutschen Telekom und von Bertelsmann.

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