Xing Zoff um den eigenen Relaunch

Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck hat das Design des Business-Netzwerks grundlegend überarbeitet. Intuitive Benutzerführung, übersichtliche Navigation – noch enger sollten die Nutzer an Xing gebunden werden. Der Schuss geht offenbar nach hinten los.

Stefan Groß-Selbeck, Quelle: dpa

Vor allem langjährige Xing-Fans watschen den Vorstand ab. Von „gewöhnungsbedürftig“ bis „unübersichtlich“ reichen die Kommentare in den Diskussionsforen im Internet. Einige Kritiker signalisieren sogar deutlich weniger Spaß beim Kontakten – mit der Folge, das sie ihre Verweildauer auf Xing reduzieren.

In Umfragen im Internet halten zwei Drittel das neue Xing-Design für einen „Flop“ oder „Megaflog“ („Ich bin schockiert. Mit diesem Xing kann ich nichts mehr anfangen“). Offiziell heißt es bei Xing, der Relaunch komme gut an. Auswertungen bei Twitter und im Callcenter hätten gezeigt, dass es überwiegend positive Rückmeldungen gebe. In einem Xing-Forum räumte aber auch Groß-Selbeck selbst ein, dass nicht alles rund läuft. „Unter den Moderatoren gibt es eine große Unzufriedenheit – und die ist in weiten Teilen auch berechtigt.“

Mehrere Nachbesserungen sollen die Gruppen-Moderatoren „wieder in die Lage versetzen, effektiv zu arbeiten“, schreibt Groß-Selbeck. Einen Misserfolg kann er sich nicht leisten. Der weltweit tätige US-Konkurrent LinkedIn ist dem deutschen Platzhirsch Xing schon auf den Fersen, wie Erhebungen des Marktforschers ComScore zeigen. So brachte es die Xing-Web-Site im Mai auf 4,6 Millionen deutsche Besucher, die LinkedIn-Seite immerhin auf 2,1 Millionen.

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