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Zeitarbeit Neuer Berliner Plan zu Mindestlohn und Equal Pay

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Bis dahin dürften die Arbeitgeberverbände massiv Druck auf die Politik ausüben, vor allem, um eine Equal-Pay-Lösung zu verhindern. Die lehnt auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) strikt ab. BDA-Präsident Dieter Hundt: „Wenn wir wirklich zu gleicher Bezahlung von Leiharbeitskräften kommen würden, würgt dieses die Zeitarbeit und damit eine wichtige Beschäftigungsbranche ab, weil zu den Entgelten für die Beschäftigten ja auch noch Regiekosten der Zeitarbeitsunternehmen kommen und damit die Zeitarbeit wirtschaftlich uninteressant würde.“

Aus Sicht von BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner gibt es inzwischen keine Argumente mehr, die gegen einen Zeitarbeits-Mindestlohn im Arbeitnehmer-Entsendegesetz sprechen: „Wir haben jetzt Tarifverträge, die sicherstellen, dass wir ab Mai 2011 und bis 2013 gleiche Mindestlöhne in der Zeitarbeitsbranche haben. Jetzt geht es darum, das ebenfalls ab Mai 2011 auf Mitarbeiter von Firmen aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern auszudehnen.“

Die FDP hingegen lehnt das als gesetzgeberischen Eingriff in die Tariffreiheit ab. „Equal Pay löst das Problem genauso gut“, meint der zuständige FDP-Abgeordnete Heinrich Kolb. Auch in der Zeitarbeitsbranche weichen inzwischen führende Manager die harte Front kontra Equal Pay auf, so Marcus Schulz, Chef des sechstgrößten Zeitarbeitsunternehmens USG People Germany: „Wenn selbst die FDP mit uns über die Gleichbezahlung von Zeitarbeitnehmern und Stammbeschäftigten im entleihenden Betrieb diskutieren will, dann ruiniert das nicht automatisch die Branche. Das malen manche reflexartig an die Wand. Da agieren die Verbände zu defensiv.“

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