Zukunftstechnologien Gute Aussichten für Bosch und Süd-Chemie

Welche Chancen haben deutsche Unternehmen künftig bei wichtigen Technologien wie der Solarenergie und beim Antrieb von Elektroautos? Die Beratung A.T. Kearney wollte es genauer wissen – und nennt die aussichtsreichsten Unternehmen.

Firmenlogo von Evonik an der Quelle: dpa

Um zu erfahren, welche alternativen Energieformen künftig wichtig sind und welche Unternehmen in den Zukunftsfeldern gut positioniert sind, führten die Berater von A.T. Kearney etwa drei Dutzend Interviews mit Top-Managern großer Konzerne wie BASF, Shell oder DuPont. Das Fazit:  „Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht“, sagt Ingo Schröter, Prinzipal bei A.T. Kearney, „aber die deutschen Hersteller haben insbesondere in der Solartechnik und bei Batterie-Antrieben für Elektroautos gute Chancen.“

Bei der Entwicklung neuartiger Solarzellen, die kostengünstiger zu produzieren sind, zählen laut der Studie Siemens, Merck, BASF und Bosch zu den führenden Unternehmen. Bei Batteriezellen für Elektroautos sehen die Berater von A.T. Kearney unter anderem Bosch und Continental als wichtige Unternehmen; als Zulieferer können vor allem BASF, Evonik und Süd-Chemie von den neuen Antriebstechnologien profitieren. Gemeinsam mit Daimler arbeitet Evonik etwa an Lithium-Ionen-Batterien für die Elektrofahrzeuge. 2012 soll der gemeinsam entwickelte Elektro-Smart in Serie gehen.  

Die Süd-Chemie investiert in die Produktion von Lithium-Eisen-Phosphat – das leistungsfähige Speichermaterial soll insbesondere für Elektroautos verwendet werden.  

Vom Volumen her weniger bedeutsam, so Ingo Schröter, ist die Entwicklung von Treibstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Getreide oder Zuckerrüben. Dennoch bieten sich hier Chancen für Unternehmen wie etwa Süd-Chemie aus München, die Katalysatoren zuliefern. Doch das große Geschäft würden multinationale Agrar- und Ölkonzerne machen, darunter BP, Shell und Exxon.

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