Unternehmensinsolvenz Zahl der Firmenpleiten geht wieder zurück

Die coronabedingte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht hat viele Unternehmen vor der Pleite bewahrt. Die Pflicht gilt wieder – und die Pleiten sind rückläufig.

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Um eine Pleitewelle infolge der Pandemie abzuwenden, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Quelle: imago images/Ralph Peters

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist wieder rückläufig. Nach vorläufigen Angaben setzte sich im April der im März beobachtete Anstieg der Anträge auf Regelinsolvenz nicht fort. Vielmehr gingen die Zahlen in der Monatsfrist um 20,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch berichtete.

Endgültige Zahlen liegen erst für den Februar vor. In dem Monat meldeten die deutschen Amtsgerichte 1132 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Februar 2021.

Um eine Pleitewelle infolge der Pandemie abzuwenden, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Seit dem 1. Mai 2021 gilt die Insolvenzantragspflicht wieder in vollem Umfang.

Ausnahmen gab es noch bis 31. Januar 2022 für Betriebe, die im vergangenen Sommer Schäden durch Starkregen oder Überflutungen erlitten hatten. Im vergangenen Jahr gab es so wenige Firmenpleiten wie noch nie seit Einführung der aktuellen Insolvenzordnung im Jahr 1999.

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