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Unternehmer Nach über 30 Jahren: Liqui-Moly-Geschäftsführer Prost will aufhören

Er ist einer der streitbarsten Mittelständler des Landes: Nun tritt Ernst Prost aber ab. Seine Anteile hatte er schon vor Jahren an Würth verkauft.

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Geschäftsführer Ernst Prost von Liqui Moly tritt nach 30 Jahren ab.

Wachwechsel beim Ulmer Schmierstoffhersteller Liqui Moly: Der langjährige Geschäftsführer Ernst Prost will Anfang 2022 kurz nach seinem 65. Geburtstag seinen Posten räumen und in den Ruhestand gehen. Das kündigte Prost am Donnerstag in einem Schreiben an die Belegschaft an, das Liqui Moly verbreitete. Prost war mehr als 30 Jahre bei Liqui Moly und fast 20 Jahre lang Inhaber der Firma. Vor vier Jahren verkaufte er seine Anteile an den Werkzeug-Handelskonzern Würth. Sein sieben Jahre jüngerer Mitgeschäftsführer Günter Hiermaier solle das Unternehmen nach seinem Abschied weiterführen, erklärte Prost in dem Schreiben. „Bis dahin knüppeln wir natürlich gemeinsam noch volle Kanne weiter.“

Prost hat bei Liqui Moly eine besondere Unternehmenskultur etabliert, bei der die Mitarbeiter als „Mitunternehmer“ angesehen werden. In seinem Brief schreibt der Noch-Geschäftsführer. „Bleiben Sie Unternehmer. Mitunternehmer.“ Und weiter: „Schaffen Sie Missstände ab und leisten Sie starke Beiträge, um das Unternehmen nach vorne zu bringen. Ganz ohne Theater und viel Lärm um nichts, dafür zielgerichtet und ergebnisorientiert.“ Liqui Moly hat nach eigenen Angaben knapp 1000 Mitarbeiter.

Mehr: Liqui-Moly-Chef attackiert Firmenchefs wegen Dividenden

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