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Urteil Deutsche Bank muss wegen Derivategeschäften in Italien drei Millionen Euro Strafe zahlen

Die Deutsche Bank und Nomura sollen dabei geholfen haben, hohe Verluste bei Monte dei Paschi zu vertuschen. 13 Ex-Mitarbeiter der Banken müssen ins Gefängnis.

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Mithilfe von Derivategeschäften wurden Verluste bei der italienischen Krisenbank vertuscht. Quelle: AP

Teures Nachspiel für die Deutsche Bank: Ein Gericht in Mailand verurteilte das Geldhaus am Freitag wegen Derivate-Geschäften mit der italienischen Bank Monte dei Paschi zu drei Millionen Euro Strafe und ordnete die Beschlagnahme von 64 Millionen Euro bei der Bank an.

Deutschlands größtes Geldhaus und die japanische Bank Nomura sollen mit Monte dei Paschi in den Jahren 2008 bis 2012 gemeinsame Sache gemacht haben, um hohe Verluste der italienischen Krisenbank zu vertuschen. Bei Nomura werden 88 Millionen beschlagnahmt, die japanische Bank muss 3,45 Millionen Euro Strafe zahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, wegen der umstrittenen Derivate-Geschäfte 441 Millionen Euro bei der Deutschen Bank und 445 Millionen bei der japanischen Bank Nomura zu beschlagnahmen. Monte dei Paschi hatte sich schon 2016 mit dem Gericht geeinigt.

Insgesamt 13 ehemalige Mitarbeiter der drei Institute wurden zu Haftstrafen bis zu siebeneinhalb Jahren verurteilt. Alle Angeklagten hatten ihre Unschuld beteuert.

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