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US-Abkommen Commerzbank will 1000 Kunden loswerden

Aufgrund eines US-Abkommens will die Commerzbank die Wertpapierdepots ihrer Kunden mit „US-Bezug“ auflösen. Der bürokratische Aufwand ist zu hoch.

Die Commerzbank muss sich von etwa 1000 Kunden trennen, die einen „US-Bezug“ haben, meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Die Kunden eint, dass sie ein Wertpapierdepot bei der Bank betreiben und einen amerikanischen Pass besitzen, in den USA steuerpflichtig sind oder dort leben, heißt es weiter.

Hintergrund ist das seit 2010 in Kraft getretene Gesetz „Foreign Account Tax Compliance Act“. Demnach müssen US-Steuerpflichtige ihre Konten im Ausland melden und europäischen Banken umfassende Informationen an die US-Steuerbehörden übermitteln. Die USA wollen so Steuerhinterziehung bekämpfen.

Für europäische Banken bedeutet es jedoch einen hohen bürokratischen Aufwand, was sich letztlich auf die Kosten niederschlägt. Kurzum: Der Aufwand zahlt sich für die meisten europäischen Banken, wie auch die Commerzbank, nicht aus.

Laut FAZ bietet die Commerzbank ihren Kunden einen Ausweg an: Sie können ihre Wertpapierdepots behalten, indem sie sie in einen Vermögensverwaltungsfonds umwandeln, der speziell an die US-Gesetze angepasst ist. Jedoch ist dann die manuelle Entscheidung über bestimmt Investitionen nicht mehr möglich. Wie viele Kunden davon Gebrauch machen, ist abzuwarten. Andernfalls müssen sie ihr Depot verkaufen und Gebühren in Kauf nehmen.

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