WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

US-Bankenregulierung Fed-Aufseher denkt über neue Kapitalregeln für Banken nach

Die in den USA als Konsequenz aus der Finanzkrise erlassenen strengen Regeln für Banken sollen gelockert werden, sagt Fed-Vize Randal Quarles.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
„Die Volcker-Regel ist ein Beispiel für eine komplexe Regulierung, die nicht gut funktioniert.“ Quelle: Bloomberg

Washington Der neue Fed-Bankenaufseher Randal Quarles denkt über eine umfassende Reform der Kapitalregeln für Banken nach. Die Behörden strebten „wesentliche Änderungen“ an der so genannten Volcker-Regel an, sagte der Vizechef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Montag auf einer Konferenz des Institute of International Bankers in Washington.

Die Vorschriften müssten vereinfacht und optimiert werden. Sie sollten die Banken bei ihren Geschäften nicht mehr so stark ausbremsen. „Die Volcker-Regel ist ein Beispiel für eine komplexe Regulierung, die nicht gut funktioniert“, sagte Quarles.

Rund zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise haben die US-Aufseher mit den Arbeiten für eine Reform der Volcker-Regel begonnen. Die fünf verantwortlichen Behörden könnten dabei zusammenarbeiten, ergänzte Quarles.

Die Vorschriften wurden als Lehre aus der Finanzkrise erlassen und verbieten es Banken, mit ihrem eigenen Geld riskante Wetten einzugehen. Damit soll auch das Finanzsystem davor geschützt werden, in einer Krise zusammenzubrechen. Banken beklagen schon länger, dass sie die Volcker-Regel zu stark behindert.

Die Volcker-Regel ist Teil eines Gesetzespakets und wurde nach dem früheren Fed-Chef Paul Volcker benannt. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Bankenregeln zu lockern, um mehr Geld in die Wirtschaft zu bringen und das Wachstum zu fördern. Die oppositionellen Demokraten und einige Aufseher haben davor gewarnt, die Auflagen zu stark zurückzufahren.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%