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US-Finanzinvesor Apollo übernimmt Lebensversicherungs-Abwickler Athene

Apollo hält bereits 35 Prozent an Athene, will den Lebensversicherungs-Abwickler nun aber ganz übernehmen. Beim Aktientausch wird Athene mit elf Milliarden Dollar bewertet.

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Die 2009 gegründete Athene hat sich auf den Kauf von Lebens- und Rentenversicherern spezialisiert, um deren Bestände möglichst effizient und lukrativ abzuwickeln. Quelle: dpa

Der US-Finanzinvestor Apollo will sich den Lebensversicherungs-Abwickler Athene ganz einverleiben. Athene werde bei dem Aktientausch mit rund elf Milliarden Dollar bewertet, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit. Zum Schlusskurs am Freitag kam Athene auf einen Börsenwert von 9,4 Milliarden Dollar. Apollo hält bereits 35 Prozent an Athene und übernimmt bisher das Management der Kapitalanlagen des langjährigen Partners.

Die 2009 gegründete Athene hat sich auf den Kauf von Lebens- und Rentenversicherern spezialisiert, um deren Bestände möglichst effizient und lukrativ abzuwickeln. Das Unternehmen verwaltet inzwischen mehr als 200 Milliarden Dollar und tritt auch als Rückversicherer für andere Lebensversicherer oder Abwickler auf.

Zusammen erreichen Apollo und Athene zum Freitag-Schlusskurs einen Börsenwert von 29 Milliarden Dollar. Die Athene-Aktionäre sollen ihrer Papiere in je 1,149 Apollo-Papiere umtauschen. Sie halten dann knapp ein Viertel an dem Finanzinvestor.

Apollo ist traditionell auf Unternehmen in Schwierigkeiten spezialisiert und versucht diese nach dem Einstieg wieder flottzumachen, ist aber etwa auch an Abspaltungen von Großkonzernen interessiert. Derzeit verhandelt Apollo Insidern zufolge über die Übernahme von Teilen der in Schieflage geratenen Greensill Holding.

Apollo-Chef Leon Black hatte Ende Januar seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft angekündigt, nachdem seine Kontakte zu dem als Sexualstraftäter in die Schlagzeilen geratenen Finanzier Jeffrey Epstein bekanntgeworden waren.

Athene hatte sein Europa-Geschäft 2018 abgespalten und mit Hilfe neuer Investoren in eine eigenständige Firma mit dem Namen Athora eingebracht. Zu Athora gehört unter anderem die ehemalige Deutschland-Tochter von Delta Lloyd. Athene hält noch 16 Prozent an Athora, Apollo sechs Prozent. 

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