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US-Produzenten US-Erzeugerpreise steigen im Rekordtempo vor anstehender Zinssitzung

Die Erzeugerpreise steigen um 9,6 Prozent – höher als es Experten erwartet hatten. Grund sind die steigenden Energiepreise und anhaltende Lieferengpässe.

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Die Produzentenpreise gelten als ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. Quelle: AP

Die US-Produzenten haben ihre Preise im November im Rekordtempo angehoben und senden somit ein klares Signal erhöhter Inflationsgefahr. Die Erzeugerpreise stiegen um 9,6 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Einen kräftigeren Zuwachs hat es seit Beginn dieser Statistik vor elf Jahren noch nicht gegeben. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 9,2 Prozent gerechnet nach 8,8 Prozent im Oktober.

Vor allem Energiepreise, Engpässe bei Lieferketten und Corona-bedingte Nachholeffekte sorgen derzeit für anhaltenden Preisdruck. Die US-Notenbank Fed steht kurz davor, die Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik zu beschleunigen.

Für die Zinssitzung am Mittwoch wird erwartet, dass sie das Tempo beim Abbau ihrer monatlichen Anleihenkäufe verschärft. Mit diesem als Tapering bekannten Manöver dürfte die Basis für eine frühere Zinswende gelegt werden, mit dem sich die Fed auf den absehbar auch 2022 hohen Inflationsdruck stemmen könnte.

Die Produzentenpreise gelten als ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt – also in der Regel bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

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    Die Teuerungsrate war im November auf 6,8 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit 1982. Damit ist die Inflation sehr weit über den Fed-Zielwert von 2,0 Prozent hinausgeschossen. Fed-Chef Jerome Powell geht mittlerweile nicht mehr davon aus, dass sie ein vorübergehendes Phänomen ist.

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