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US-Telekomtochter T-Mobile wirbt in Schlussplädoyer für Fusion – US-Bundesstaaten warnen erneut

Der Prozess um den milliardenschweren Zusammenschluss von T-Mobile US mit Sprint geht dem Ende entgegen. Doch die Kritik an der möglichen Fusion bleibt.

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T-Mobile-Chef John Legere hat sich die Schlussplädoyers im New Yorker Gericht angehört. Quelle: AP

Kurz vor dem Ende eines Schlüssel-Prozesses um den milliardenschweren Zusammenschluss der US-Telekomtochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint sind erneut eindringliche Warnungen vor den Plänen laut geworden. Die Fusion werde zu höheren Preisen und schlechterer Qualität für Millionen von US-Verbrauchern führen, sagte die Vertreterin New Yorks, Letitia James, stellvertretend für die klagenden US-Bundesstaaten.

Anwalt Glenn Pomerantz sagte, bei einer Fusion liefen mindestens 130 Millionen Mobilfunkkunden Gefahr, jährlich mehrere Milliarden Dollar draufzuzahlen. Die Vertreter der beiden Mobilfunkunternehmen entgegneten, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb mit den US-Platzhirschen Verizon und AT&T verschärfen.

T-Mobile-Anwalt David Gelfand sagte in seinem Schlussplädoyer, durch die Fusion könnten Kosten gespart werden, was wiederum zu niedrigeren Preisen für die Kunden führe.

Die Bundesstaaten hatten im Juni Klage erhoben, sie sehen das US-Wettbewerbsrecht verletzt. Das US-Justizministerium hatte die Fusion im Juli unter Auflagen gebilligt. Im Dezember hatten beide Seiten vor dem New Yorker Gericht ihre Argumente vorgebracht. Beobachter rechnen für Februar mit einer Entscheidung.

Durch den Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint soll ein Mobilfunkriese entstehen, der nach früheren Angaben auf gut 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Dollar kommt. Telekom-Chef Tim Höttges, der in den Verfahren ausgesagt hatte, hat die seit Jahren angestrebte Fusion immer wieder als großen Wurf beworben. Die Konzerne wollen den Zusammenschluss 2020 endgültig über die Bühne bringen.

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