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US-Versicherer AIG-Aktie rutscht auf tiefsten Stand seit zwei Jahren

Erdrutsche und Winterstürme haben dem US-Versicherer die Bilanz verhagelt. Die Aktie verliert bis zu neun Prozent.

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Das AIG-Gebäude in New York Quelle: Reuters

New York Mehr als neun Prozent rutschte der Aktienkurs des US-Versicherers AIG am Donnerstag zwischenzeitlich ab. Grund waren die Quartalszahlen, die schlechter ausgefallen waren als erwartet. Vor allem Naturkatastrophen haben das Ergebnis deutlich geschmälert. Die Aktie fiel bis unter 50 Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

AIG steckt schon lange in Schwierigkeiten und hat in den vergangenen zwölf Jahren sieben Vorstandsvorsitzende an der Spitze gehabt. In der Finanzkrise musste der Versicherer mit 182 Milliarden Dollar Steuergeldern gerettet werden. Seitdem versucht das Unternehmen sich von unprofitablen Geschäftssparten zu trennen und etwas wählerischer bei Verkauf seiner Policen zu sein.

Vor allem das Schadensgeschäft macht AIG zu schaffen – Analysten kritisieren, dass AIG zu günstige Preise anbietet, die das Risiko nicht immer abdecken.

Im ersten Quartal ging der Gewinn des Allianz-Rivalen gegenüber dem Vorjahr auf von 1,2 Milliarden Dollar 938 Millionen Dollar zurück. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Ergebnis gerechnet. Doch allein die Winterstürme in den USA, die Erdrutsche in Kalifornien und ein Erdbeben in Papua-Neuguinea haben den Gewinn um 376 Millionen geschmälert.

Der Vorstandsvorsitzende Brian Duperreault bleibt dennoch optimistisch: „Letztes Quartal habe ich gesagt, dass 2017 ein Start war, von dem aus wir uns verbessern werden und wir bleiben zuversichtlich in Hinblick auf unseren positiven Weg“, sagte er gegenüber Analysten. Gleichzeitig stellte er klar, dass er keine klaren Ziele ausgibt.

Investoren und Analysten hat das nicht überzeugt. „Das Tempo der Verbesserung wird wohl langsamer sein, als Investoren erwarten“, urteilte JP Morgan nach den Zahlen.

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