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USA „Gefahr vorbei“ – Powell verteidigt Ende der Erleichterungen für Banken

Die Entscheidung, erleichterte Kapitalanforderungen für US-Banken auslaufen zu lassen, hat an der Wall Street für Kritik gesorgt. Fed-Chef Powell rechtfertigt sich.

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Die Fed hatte die Erleichterungen vor einem Jahr eingeführt, um die Folgen des Corona-Einbruchs abzufedern. Quelle: dpa

US-Notenbankchef Jerome Powell hat das Auslaufen der in der Coronalrise eingeführten Erleichterung für die Bankenbranche verteidigt. Vor einem Kongressausschuss sagte er am Dienstag mit Blick auf die sogenannte Verschuldungsquote (SLR), eine Ausnahmeregelung dazu sei 2020 angesichts schwerer Funktionsstörungen am Anleihenmarkt eingeführt worden.

Jetzt seien diese Gefahren aber „lange vorbei“. Im Nachhinein sei es schwierig zu beziffern, wie hilfreich die Regelung bei der Stabilisierung der Märkte gewesen sei. Seit Frühjahr 2020 gilt eine Ausnahmeregelung zur Kalkulation der Verschuldungsquote, die nun Ende des Monats auslaufen soll.

Großbanken bleibt es solange noch erlaubt, ihre Bestände an Staatsanleihen aus der Berechnung für die Kennzahl herauszulassen. Sie betrifft Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 250 Milliarden Dollar.

Die Fed will damit sicherstellen, dass die Finanzinstitute trotz Krise weiter Kredite vergeben und somit auch die Wirtschaft anschieben. Die SLR selbst soll mit Blick auf mögliche Veränderungen allerdings einer Überprüfung unterzogen werden.

Auch zur Inflationsentwicklung in den USA äußerte sich der Notenbankchef. Man erwarte, dass die Teuerungsrate in den USA kräftig steigen würde, erklärte Powell. Ein Risiko ausufernder Inflation sieht Powell aber nicht. Im Idealfall sei der Preisanstieg weder besonders stark noch besonders persistent.

Mehr: Fusionen, Anleiheemissionen und IPOs – Investmentbanken verdienen wieder prächtig

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