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Verbraucherpreise Deutsche Inflation steigt im März auf 1,6 Prozent

Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes lag die deutsche Inflation im März bei 1,6 Prozent.

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Inflation in Deutschland sinkt im Februar auf 1,4 Prozent Quelle: dpa

Wiesbaden Die Inflation in Deutschland ist im März leicht gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen im Schnitt 1,6 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen am Donnerstag mitteilte. Im Februar betrug die Jahresteuerung noch 1,4 Prozent. Vor allem teurere Nahrungsmittel und höhere Kosten für Pauschalreisen sorgten nun für einen leichten Preisschub. Lebensmittel verteuerten sich um 2,9 Prozent, und Energie kostete im Schnitt 0,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Die Analysten von Oxford Economics sprachen von einer positiven Preisentwicklung in Deutschland. "Wir erwarten, dass die Inflation bis Jahresende näher in Richtung zwei Prozent steigt." Ähnlich sieht das auch der Chefvolkswirt der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Jörg Zeuner. „Die Inflation hat im März die Talsohle für dieses Jahr durchschritten,“ glaubt er.

Ein Teil des stärkeren Preisauftriebs erkläre sich durch das frühe Osterfest, das Preise von Urlaubsreisen und Kraftstoffen nach oben treibe. Doch auch insgesamt zeige der Trend bei der Inflation nach oben. „Dies liegt an der sehr robusten Wirtschaft hierzulande, die endlich auch ihren Niederschlag in kräftigeren Tarifabschlüssen findet.“ Dies ist auch für die Europäische Zentralbank erfreulich. Die Notenbank versucht derzeit durch einen Leitzins von null Prozent und massive Anleihekäufe die Inflation in Richtung ihres Ziels von knapp unter zwei Prozent für die Euro-Zone zu treiben. Im Februar lag sie im gesamten Währungsraum bei lediglich 1,1 Prozent.

Ökonomen der Commerzbank erwarten jedoch schon für Sommer eine Inflation von über zwei Prozent. Die Inflationsentwicklung gilt als entscheidend dafür, wie es mit der Geldpolitik der EZB weiter geht. Derzeit kauft sie für monatlich 30 Milliarden Euro Anleihen der Euro-Staaten. Die Käufe sind zunächst bis September terminiert. In Notenbankkreisen gehen viele davon aus, dass die Käufe noch einmal bis Jahresende verlängert werden und danach enden werden. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rechnet frühestens Mitte nächsten Jahres mit der ersten Zinserhöhung.

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