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Verbraucherpreise Februar Schwache Inflation dämpft Hoffnung auf baldige Zinserhöhung

Nur noch 1,2 Prozent: Die Teuerungsrate in der Euro-Zone geht im Februar im Vergleich zum Vormonat zurück. Das dürfte EZB-Chef Mario Draghi nicht gefallen.

LuxemburgTrotz massiver Geldspritzen der EZB ist die Inflation in der Euro-Zone im Februar dieses Jahres nicht gestiegen leicht abgeschwächt. Die Teuerungsrate sank im Februar auf 1,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte.

Im Januar waren es noch 1,3 Prozent, die Dezember des vergangenen Jahres noch 1,4 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als optimalen Wert für die Wirtschaft knapp zwei Prozent an.

Die schwache Preisentwicklung ist derzeit das größte Hindernis für einen rascheren Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB. Die Euro-Wächter pumpen seit fast drei Jahren über den Kauf von Anleihen enorme Geldsummen in das Finanzsystem, um für mehr Inflation zu sorgen.

Im Zuge der jüngsten Konjunkturerholung wurde das monatliche Kaufvolumen auf 30 Milliarden Euro halbiert. Die Käufe sollen noch bis mindestens Ende September laufen. Wie es danach weiter geht, hängt entscheidend davon ab, wie sich die Inflation entwickelt, hatte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet am Montag unterstrichen. Die Notenbank werde die Transaktionen erst beenden, wenn sie noch stärker von einem Anziehen der Inflation überzeugt sei.

In Deutschland hatte sich der Anstieg der Verbraucherpreise zum Beginn des Jahres weiter verlangsamt. Im Februar lag die Jahresteuerungsrate bei 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am gestrigen Dienstag anhand vorläufiger Daten in Wiesbaden mitteilte. Im Januar waren es noch 1,6 Prozent, im Dezember 2017 sogar noch 1,7 Prozent.

Anders ist die Situation in den USA: Der neue Fed-Chef bekräftigte in seiner ersten Anhörung vor US-Repräsentantenhaus die gestiegenen Inflationsaussichten. Seine Zuversicht, dass die Teuerung anziehen werde, habe zugenommen, sagte er. Sollte die Konjunktur zu sehr heißlaufen, werde die Fed die Zinsen schneller anheben. Manche Anleger rechnen für dieses Jahr mit vier statt mit drei Zinserhöhungen.

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