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Verbraucherpreise Inflation in Euro-Zone fällt auf 0,1 Prozent – Tiefster Stand seit 2016

Im Monatsvergleich ist das Preisniveau im Euro-Raum um 0,1 Prozent gesunken. Ausschlaggebend sind vor allem die stark fallenden Energiepreise.

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Lebensmittel waren im Mai teilweise deutlich teurer als ein Jahr zuvor. Quelle: dpa

Fallende Energiepreise haben die Inflation im Euro-Raum weiter in Richtung Nulllinie gedrückt. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im Mai nur noch 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist die niedrigste Inflationsrate seit Juni 2016. Eine erste Schätzung von Ende Mai wurde bestätigt. Im Monatsvergleich ging das Preisniveau um 0,1 Prozent zurück.

Ausschlaggebend für die schwache Inflation sind vor allem die stark fallenden Energiepreise. Sie lagen fast 12 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Hier macht sich vor allem der Einbruch der Rohölpreise bemerkbar. Bei Lebensmitteln gab es ein anderes Bild, diese waren zum Teil deutlich teurer als vor einem Jahr. Die Preise von Industriewaren veränderten sich dagegen kaum. Ohne Energie, Lebens- und Genussmittel betrug die Kerninflation 0,9 Prozent.

Unter den Euro-Ländern sind die Inflationsraten recht unterschiedlich. Eine höhere Teuerung weisen die Slowakei (2,1 Prozent) und die Niederlande (1,1) auf. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Länder, in denen das Preisniveau fällt, etwa Estland, Luxemburg oder Zypern. Deutschland liegt mit einem Preisanstieg von 0,5 Prozent (europäische Rechnung) im oberen Mittelfeld.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt auf mittlere Sicht eine Inflation von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel hat sie schon lange nicht mehr nachhaltig erreicht. Fachleute rechnen nicht damit, dass sich daran so bald etwas ändert. Sie argumentieren, dass die Coronakrise die Lohnentwicklung und die Konsumnachfrage dämpft. Als eine andere Frage gilt, ob sich durch die hohe Staatsverschuldung langfristiges Inflationspotenzial aufbaut.

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