WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Verkehrssteuerung Ausgegliederte Siemens-Straßenverkehrs-Sparte heißt Yunex Traffic

Die Verkehrssteuerungs-Sparte von Siemens wird ausgegliedert – und soll nun auch einen neuen Namen erhalten. Das deutet auf einen Verkauf des neunen Unternehmens hin.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Die Verkehrstechniksparte des Konzerns wird ausgegliedert und bekommt einen neuen Namen. Quelle: dpa

Die vor der Ausgliederung stehende Verkehrssteuerungs-Sparte von Siemens hat einen neuen Namen: Statt als Intelligent Traffic Systems (ITS) firmiert sie ab sofort als Yunex Traffic, wie der Münchner Technologiekonzern am Freitag mitteilte. „Als eigenständige Gesellschaft mit klarem Fokus kann Yunex Traffic seine Wachstumsstrategie noch besser weiterverfolgen“, sagte der Chef der Siemens-Verkehrstechnik-Sparte Mobility, Michael Peter, der Nachrichtenagentur Reuters.

„Durch den neuen Namen unterstreichen wir jetzt diese Strategie.“ Er solle die Begriffe „Unity“ und „Connection“ verbinden. Yunex Traffic gehört bisher zu Peters Sparte, die jedoch vorrangig auf Bahntechnik ausgerichtet ist.

Das Unternehmen sei Weltmarktführer bei Mobilitätslösungen auf der Straße und in Städten, sagte Peter. Dazu gehören etwa Ampelsteuerungen, Verkehrsbeeinflussungs-, Überwachungs- sowie Mautsysteme, die in Ballungszentren von Berlin über Bogota bis Dubai eingesetzt werden. Künftig gehe es um eine verstärkte Digitalisierung des Verkehrsmanagements.

„Die anstehende und notwendige Marktkonsolidierung wollen wir dabei aktiv mitgestalten.“ Yunex Traffic kommt auf einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro. Das Unternehmen habe die Rendite in den letzten acht Jahren deutlich verbessert, hieß es.

Der neue Siemens-Chef Roland Busch hatte die Ausgliederung im November angekündigt. Sie soll in 40 Ländern, in denen Yunex vertreten ist, bis spätestens September abgeschlossen sein. Ob das Unternehmen dann verkauft werden soll, lässt Siemens bisher offen, der neue Name ohne den Bestandteil „Siemens“ deutet aber darauf hin.

„Für alle weiteren Schritte nach dem Carve-Out werden wir uns ausreichend Zeit nehmen und passende Optionen prüfen“, betonte Peter. „Hier gibt es keine Eile.“ Insider hatten zu Reuters gesagt, der Verkaufsprozess solle noch im Sommer beginnen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%