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Versicherer Allianz Deutschland verzeichnet weniger Gewinn im ersten Halbjahr

Obwohl das Geschäft der deutschen Allianz-Tochter gewachsen ist, ging der Gewinn zurück – weil das Wetter nicht mitspielte.

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Auch für das Gesamtjahr rechnet die Allianz-Tochter offenbar nicht mit einer Trendwende. Quelle: dpa

München Die Deutschland-Tochter der Allianz muss trotz kräftigen Geschäftswachstums auch in diesem Jahr Abstriche beim Gewinn machen. Im ersten Halbjahr sei das operative Ergebnis um 13 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro geschrumpft, teilte die Allianz Deutschland am Donnerstag in Unterföhring bei München mit.

Grund dafür seien vor allem die Unwetter zu Jahresbeginn, die die Schaden-Kosten-Quote in der Sachversicherung auf 97,6 (2017: 94,2) Prozent nach oben trieben. Für Naturkatastrophen zahlte der größte deutschen Versicherer im ersten Halbjahr mit 392 Millionen Euro fast doppelt so viel aus wie ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn sank um 14 Prozent auf 786 Millionen Euro.

Auch für das Gesamtjahr rechnet die Allianz Deutschland offenbar nicht mit einer Trendwende: Ziel sei eine „solide Entwicklung“ bei Umsatz und Ergebnis. 2017 war der operative Gewinn bereits um elf Prozent gefallen.

Im laufenden Geschäft sieht der neue Deutschland-Chef Klaus-Peter Röhler dagegen Fortschritte. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 5,3 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Vor allem in der Autoversicherung ziehe das Neugeschäft an, seit die Allianz im Herbst ihr Produktpalette überarbeitet hatte, um den Rückstand auf Marktführer HUK-Coburg aufzuholen.

„In der Folge wächst die Sachversicherung erstmals seit langer Zeit wieder über Marktdurchschnitt“, sagte Röhler. Die Beitragseinnahmen in der Sparte stiegen um 4,3 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Der Markt dürfte in diesem Jahr dagegen nur um 2,9 Prozent wachsen. Das Neugeschäft der Schaden- und Unfall-Sparte habe von Januar bis Juli um 4,9 Prozent zugelegt, sagte ein Sprecher.

In der Lebensversicherung gewinnt die Allianz seit Jahren Marktanteile. Das setzte sich im ersten Halbjahr fort. Die Neubeiträge wuchsen um 12,5 Prozent, die Beitragseinnahmen um 7,6 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Inzwischen entfielen 93 Prozent des Neugeschäfts mit Privatkunden auf Policen ohne lebenslange Zinsgarantien und auf Risiko-Lebensversicherungen.

Die Allianz war bei den neuartigen Policen deutschlandweit der Vorreiter gewesen. In der betrieblichen Altersversorgung liege der Anteil bei 86 Prozent. In der privaten Krankenversicherung, die lange mit IT-Problemen zu kämpfen hatte, sei das Neugeschäft um 12,4 Prozent gewachsen.

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