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Versicherer Generali halbiert Gewinn – Deutschland-Geschäft erweist sich als Stütze

Der Nettogewinn des italienischen Versicherers bricht um 57 Prozent auf 774 Millionen Euro ein. Das ist aber nur zum Teil auf die Coronakrise zurückzuführen.

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In Deutschland ist der Versicherer die Nummer zwei auf dem Markt hinter der Allianz. Quelle: Reuters

Beim italienischen Versicherer Generali hat sich der Gewinn im ersten Halbjahr mehr als halbiert. Der Einbruch des Nettogewinns um 57 Prozent auf 774 Millionen Euro war aber nur zum Teil auf die Coronakrise zurückzuführen. Den größten Anteil hatten mit 226 Millionen Euro Abschreibungen auf Finanzanlagen, die im Abschwung an den Märkten Wert verloren, wie Generali am Donnerstag mitteilte.

100 Millionen steckte der Versicherer in einen Fonds, der die Pandemie-Folgen abfedern soll. Operativ schlug Corona unter dem Strich nur mit 84 Millionen Euro negativ zu Buche, vor allem in der Lebensversicherung. Das Schaden- und Unfall-Geschäft profitierte sogar von geringeren Schäden während der Ausgangssperren in vielen Ländern. Auch im Gesamtjahr werde der Nettogewinn unter Vorjahr liegen, erklärte der Konzern.

Deutschland, wo sich Generali als Nummer zwei auf dem Markt hinter der Allianz sieht, erwies sich in der Krise als Stütze. Der operative Gewinn sei mit 428 Millionen Euro "im Wesentlichen stabil" geblieben, die Beitragseinnahmen sogar um 2,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte Generali Deutschland in München mit.

Die Schaden-Kosten-Quote in der Sachversicherung verbesserte sich auf 88,8 (89,8) Prozent. Für das profitable Wachstum sei vor allem der Finanzvertrieb DVAG verantwortlich, über den Generali den Löwenanteil der Policen verkauft, erklärte Deutschland-Chef Giovanni Liverani.

Konzernweit stiegen die Beitragseinnahmen um 1,2 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stagnierte bei 2,71 Milliarden Euro. Die Aktie fiel aber um fast vier Prozent, weil die Solvenzquote mit 194 Prozent leicht unter den Prognosen lag. Die Leben-Sparte wurde durch höhere Rückstellungen für Garantie-Policen in der Schweiz belastet.

Im Nettogewinn verarbeitete Generali auch 183 Millionen Euro für die Beilegung eines jahrelangen Rechtsstreits um den Verkauf der Schweizer Bank BSI im Juni. Generali hatte die BSI für 1,25 Milliarden Euro an die brasilianische Bank BTG Pactual verkauft. Wenig später war sie aber in einen Geldwäsche-Skandal verwickelt und wurde 2016 geschlossen.

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