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Versicherungsbranche Bafin hat keine Bedenken bei Verkauf von Generali-Lebensversicherungen

Generali will vier Millionen Lebensversicherungen an den Abwickler Viridium verkaufen. Trotz Warnungen von Verbraucherschützern hat die Finanzaufsicht keine Einwände.

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Frankfurt Die Finanzaufsicht Bafin hat keine Einwände gegen den Verkauf von vier Millionen Lebensversicherungsverträgen der Generali in Deutschland an den Abwickler Viridium. Die Aufsicht habe sich davon überzeugt, dass im Falle des geplanten Erwerbs der Generali Lebensversicherung AG durch die Viridium Gruppe die Belange der Versicherten ausreichend gewahrt seien, teilte die Behörde am Dienstag mit.

An einen Verkauf eines Versicherungsunternehmens seien strenge gesetzliche Anforderungen geknüpft, um die Interessen der Versicherten zu schützen.

Der Verkauf von hochverzinsten Alt-Verträgen an spezialisierte Abwickler ist umstritten. So befürchtete der Bund der Versicherten, dass die Kunden schlechter gestellt werden könnten. Branchenbeobachter argumentieren dagegen, dass Abwicklungsplattformen im Gegensatz zu klassischen Versicherungsunternehmen keinen Vertrieb brauchen. Ihre Kosten seien geringer, davon könnten Kunden möglicherweise profitieren.

Lebensversicherern fällt es in der Zinsflaute zunehmend schwer, an den Kapitalmärkten die hohen Garantieversprechen der Vergangenheit von bis zu vier Prozent zu erwirtschaften. Manche Unternehmen haben das Neugeschäft mit kapitalbildenden Lebensversicherungen eingestellt, einige wollen die teuren Altpolicen loswerden. Die Erwerber - sogenannte Run-off-Firmen - müssen die bestehenden Verträge bis zum Ablauf weiterführen.

Viridium mit Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt gehört dem Finanzinvestor Cinven und dem Rückversicherer Hannover Rück.

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