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Versicherungskonzern Allianz hofft für 2019 auf eine Gewinnsteigerung

Die Allianz hat schon bei der Präsentation ihrer Zahlen für das erste Halbjahr überrascht. Nun hofft Finanzvorstand Terzariol auf eine Steigerung.

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Nach dem ersten Halbjahr 2018 stand die Allianz bei einem operativen Gewinn von 5,8 Milliarden Euro. Quelle: dpa

München Allianz-Finanzvorstand Giulio Terzariol sieht den Münchner Versicherungsriesen auf Kurs. „Wir sind gut unterwegs“, sagte der Italiener der „Börsen-Zeitung“ mit Blick auf das laufende Jahr. Das zu Ende gehende dritte Quartal „sollte konsistent mit dem Vorquartalen sein“.

Nach dem ersten Halbjahr stand die Allianz bei einem operativen Gewinn von 5,8 Milliarden Euro, für das Gesamtjahr sieht sie gute Chancen, 11,1 bis 11,6 Milliarden zu erreichen. Für 2019 hofft Terzariol auf eine Gewinnsteigerung: „Ich erwarte, dass wir ganz langweilig sind und auf Erfolgskurs bleiben. (...) Die Zahlen im Jahr 2019 sollten besser sein als im Jahr 2018.“ Im vergangenen Jahr hatte der Gewinn der Allianz stagniert.

Vorstandschef Oliver Bäte und Terzariol wollen Ende November auf einem Kapitalmarkttag die finanziellen und operativen Ziele für die nächsten Jahre vorstellen. Der Finanzchef ließ offen, ob die Allianz ihr Ziel für die Eigenkapitalrendite höher schrauben werde. „Die Rendite von 13 Prozent ist für die Investoren mehr als in Ordnung. Die Frage ist, ob die Gewinne trotzdem steigen - das ist möglich durch Wachstum.“

Wachstumschancen sieht er vor allem in der Sachversicherung in Asien – auch durch Übernahmen. „Aber es gibt in der Region keinen großen Sachversicherer, dessen Kauf auf einem Schlag einen breiten Marktauftritt ermöglichen würde“, sagte Terzariol, der Anfang 2018 zum Finanzvorstand aufgestiegen war.

Die Allianz wird als Interessent für viele andere Versicherer gehandelt, weil Vorstandschef Bäte sich übernahmehungrig gezeigt hatte. Sein Finanzvorstand sagte, Übernahmen seien für die Allianz „nicht notwendig. Aber natürlich könnten sie helfen.“ Kaufpreise bis zu zehn Milliarden Euro könne Europas größter Versicherer ohne eine Kapitalerhöhung stemmen.

Die Kosten will Terzariol weiter drücken. Die Kostenquote in der Sachversicherung könne nicht nur 2018, sondern jedes Jahr um 0,3 Prozentpunkte sinken. Der Vermögensverwaltung mit Pimco und Allianz GI will Terzariol eine einheitliche Aufwands-Ertrags-Quote (Cost-Income-Ratio) vorgeben.

„Auch hier gilt: Wir wollen besser werden.“ Die Folgen einer erhöhten Produktivität für die Mitarbeiterzahl will Terzariol möglichst gering halten, indem die Ziele erst nach und nach erreicht werden müssen: „Wir haben kein Problem damit, uns ein wenig Zeit zu lassen, wenn diese aus sozialer Sicht besser ist.“

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