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Versicherungskonzern Generali will von München aus führender Kunstversicherer werden

Mit „Arte Generali“ will der italienische Versicherer die Nummer eins bei den Kunstversicherern werden. Im ersten Jahr sollen 100 Millionen Euro Prämien eingenommen werden.

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Der italienische Generali-Konzern will in München den führenden europäischen Versicherer für reiche Kunstsammler aufbauen. Kunde bei „Arte Generali“ kann nur werden, wer Werte von mindestens einer halben Million Euro versichert. Bis 2023 soll der neue Kunstversicherer 100 Millionen Euro Prämieneinnahmen im Jahr erzielen und damit Nummer eins auf dem europäischen Markt sein, wie Arte-Generali-Chef Jean Gazancon am Montag in München sagte. Hauptkonkurrenten sind die französische Axa und der britische Spezialversicherer Hiscox.

Da die Kunstpreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, geht der italienische Versicherungskonzern davon aus, dass auch der Kunstversicherungsmarkt wachsen wird: von 1,7 Milliarden Dollar 2017 auf 2,3 Milliarden im Jahr 2022.

Generali ist nach der Allianz die zweitgrößte Erstversicherung in Deutschland. Zu der Gruppe gehören unter anderem die Aachen-Münchener und der Direktversicherer Cosmos. Kunstwerke versichert die Generali bisher nicht, dieses Geschäft gilt in der Branche als Spezialfach.

Der italienische Konzern hat seinen Heimatsitz in Triest und ist wie andere große Versicherungen auch in den vergangenen Jahren von zwei widrigen Trends gebeutelt worden: Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank ließ die Erträge der Kapitalanlagen zusammenschrumpfen, die Digitalisierung erschwert den traditionellen Vertrieb über Versicherungsmakler.

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