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Versorger Ausfälle von Atomreaktoren schlagen bei EdF auf die Bilanz

Unterm Strich machte der französische Versorger EdF im letzten Jahr Gewinn. Trotzdem musste das Unternehmen starke Einbußen hinnehmen.

Ab kommendem Jahr wird EdF weniger Nuklearenergie produzieren. Quelle: Reuters

ParisEine geringere Produktion von Kernenergie und Wasserkraft sowie sinkende Strompreise haben dem französischen Atomkonzern EDF im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Operativ musste das staatlich kontrollierte Unternehmen deutliche Einbußen hinnehmen. Nur dank Verkäufen von Unternehmensteilen konnte EDF unter dem Strich seinen Gewinn steigern. Die erst Mitte November gekappte Prognose für 2018 bestätigte der Konzern.

Der Umsatz sank 2017 um 2,2 Prozent auf 69,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Paris mitteilte. Das Nettoergebnis stieg hingegen dank der Sondererlöse um 11 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro - bereinigt verdiente EDF jedoch mit 2,8 Milliarden Euro gut ein Drittel weniger als im Vorjahr. Die Aktionäre - EDF gehört zu rund 80 Prozent dem französischen Staat - sollen eine Dividende von insgesamt 0,46 Euro je Aktie erhalten.

Die Stromproduktion aus Atom- und Wasserkraft ging zurück. Dabei litt der Konzern auch unter der zeitweisen Abschaltung von Atomkraftwerken wie zum Beispiel Fessenheim. Allein im noch vergleichsweise kleinen Segment Erneuerbare Energien erhöhte der Konzern die Produktion. EDF hat in der Vergangenheit stark auf Atomstrom gesetzt. Doch nun plant die Regierung in Paris, die Abhängigkeit von Atomkraft zu reduzieren und regenerative Energien zu fördern.

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