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Vorwürfe gegen Ex-Chef Deutsche Börse zahlt Millionen-Bußgeld im Fall Kengeter

In der Affäre um angebliche Insidergeschäfte des Ex-Chefs Carsten Kengeter hat die Deutsche Börse Bußgeld-Zahlungen in Millionenhöhe akzeptiert.

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Der 51-jährige war von Juni 2015 bis Dezember 2017 Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG. Quelle: AP

Frankfurt Die Deutsche Börse hat einen Schlussstrich unter die Affäre um angebliche Insidergeschäfte ihres Ex-Chefs Carsten Kengeter gezogen und Bußgelder in Millionenhöhe akzeptiert. Der Dax-Konzern zahlt demnach Geldbußen in Gesamthöhe von 10,5 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen das Insiderhandelsverbot sowie wegen Unterlassung einer Pflichtmitteilung an die Börse, wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilte. Das Landgericht Frankfurt stellte das Ermittlungsverfahren gegen Kengeter ein.

Die Börse hatte bereits im September 2017 angeboten, ein Bußgeld in Gesamthöhe von 10,5 Millionen Euro zu bezahlen. Damals war der Versuch, eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens zu erreichen, aber am Widerstand des Frankfurter Amtsgerichts gescheitert.

Kengeter hatte seinen Posten als Vorstandsvorsitzender zum Jahresende 2017 abgegeben. Der Manager hatte Mitte Dezember 2015 für 4,5 Millionen Euro 60.000 Deutsche-Börse-Aktien gekauft, die er nicht vor Ende 2019 veräußern darf. Der Konzern packte in dem eigens für Kengeter geschnürten Vergütungsprogramm weitere 69.000 Anteilsscheine drauf. Gut zwei Monate nach dem Aktiendeal machten die Börse und die London Stock Exchange (LSE) ihre – inzwischen gescheiterten – Fusionspläne öffentlich, was die Kurse trieb. Die Ermittler werfen Kengeter vor, schon im Sommer 2015 mit der LSE-Führung Gespräche über einen Zusammenschluss geführt und das lukrative Aktiengeschäft in diesem Wissen getätigt zu haben. Aufsichtsrat, Vorstand und Kengeter persönlich hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

„Die Gesellschaft ist unverändert der festen Überzeugung, dass die Vorwürfe unbegründet waren“, teilte die Börse nun weiter mit. Dies hätten umfangreiche „Prüfungen durch mehrere unabhängige externe Experten“ ergeben. Eine Beendigung des Verfahrens sowie die Zahlung der Bußgelder sei jedoch „im besten Interesse des Unternehmens“.

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