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V&D kämpft um die Zukunft Auch in Holland ist das Kaufhaus in der Krise

Das Kaufhaus ist auch in den deutschen Nachbarländern in der Krise. In den Niederlanden kämpft die renommierte Kette V&D um ihre Existenz. Ein Jobabbau soll nun für die Wende sorgen.

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Nicht nur in Deutschland steckt die Branche in der Sinnkrise. Quelle: dpa

Hamburg Beobachtern der deutschen Warenhaus-Landschaft mit Karstadt und Kaufhof klingt es vertraut: Die niederländische Kaufhaus-Ikone V&D streicht 300 ihrer 5000 Jobs – und verspricht zugleich ein höheres Service-Niveau. Dem am Dienstag vorgelegten Plan sind lange Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften vorausgegangen.

Anfang des Jahres hatte die Meldung für Aufsehen im Handel in dem Land gesorgt: V&D stand kurz vor der Pleite. Nach Verhandlungen mit Vermietern und Banken stieg der Wagniskapitalgeber Sun Capital mit 60 Millionen Euro ein. Um die Kosten zu drücken, wollte der Konzern die Löhne aller Mitarbeiter um 5,8 Prozent drücken.

So ähnlich war Karstadt in der Krise vorgegangen. Nur: Dort hatten die Arbeitnehmervertreter im Gegenzug für eine Jobgarantie auf Lohn verzichtet. In den Niederlanden lief es anders: Die Gewerkschaft zog im Frühjahr vor Gericht, dass die Lohneinschnitte schlichtweg untersagte. V&D kündigte daraufhin an, 400 Jobs zu streichen.

Letztlich sind es nun 300 geworden, zehn Millionen Euro will V&D so einsparen. Immerhin verzichteten die Mitarbeiter auf einen Urlaubstag. Kaufhaus-Chef Jan van der Ent verspricht den Kunden nun in technokratischer Sprache viel: „Obwohl wir diese Kündigungen sehr bedauern, können wir durch die neuen, ergebnisorientierten Funktionen und eine angepasste Besetzung pro Laden die notwenigen Kosteneinsparungen realisieren, den Verlust an Arbeitsplätzen auffangen und zugleich das Serviceniveau für unsere Kunden verbessern.“

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