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Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway mit starken Zahlen zur Hauptversammlung

Dank starker Aktienmärkte legte der Berkshire Hathaway starke Zahlen vor. Verwirrung gibt es jedoch um die Beteiligung an Kraft-Heinz.

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Der Großinvestor führt Berkshire seit 1965. Quelle: AP

Omaha Staranleger Warren Buffett hat beim jährlichen Aktionärstreffen seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway starke Zahlen präsentiert. Im ersten Quartal stieg der operative Gewinn im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar (5,0 Milliarden Euro), wie das Unternehmen diesen Samstag bei der Hauptversammlung in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska mitteilte.

Der Nettoüberschuss betrug sogar 21,7 Milliarden Dollar. Warren Buffett rät jedoch davon ab, dem viel Beachtung zu schenken. Seit Einführung einer neuen Bilanzierungsmethode, durch die der Marktwert unrealisierter Investmentgewinne laufend ausgewiesen werden muss, schwankt das Ergebnis heftig und ist stark verzerrt. So hatte es hier im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar gegeben.

Nicht in den Ergebnissen enthalten sind jedoch die Ergebnisse von Kraft-Heinz, an der Berkshire mit einem Anteil von rund 27 Prozent der größte Anteilseigner ist. Derzeit gebe es eine Auseinandersetzung zwischen dem Ketchup- und Snackhersteller und dessen Wirtschaftsprüfer, PriceWaterhouseCoopers, erklärte Buffett am Rande der Hauptversammlung. Daher konnte Kraft-Heinz seine Ergebnisse für das erste Quartal noch nicht bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen, was sich dann wiederum auch auf Berkshire auswirkte. Buffett hatte gemeinsam mit der brasilianischen Private-Equity-Gesellschaft 3G zunächst Heinz übernommen und später mit Kraft fusioniert. Kraft-Heinz hatte Anfang des Jahres mitgeteilt, dass es eine Untersuchung wegen Bilanzunnregelmäßigkeiten bei SEC gebe. Zudem musste das Unternehmen Milliardenabschreibungen auf einige seiner bekannten Marken vornehmen. Buffett hat eingeräumt, für Kraft-Heinz zu viel bezahlt zu haben, trennen wolle er sich von seinen Anteil jedoch nicht.

Berkshires Cash-Reserven stiegen im ersten Quartal auf 114 Milliarden Dollar an. Und das, obwohl Buffett so viele Aktien zurückkaufte wie noch nie, insgesamt im Wert von 1,7 Milliarden Dollar. Berkshire hatte er erst im vergangenen Jahr die Regeln für Aktienrückkäufe gelockert. Schon seit Jahren sucht der Star-Investor nach großen Übernahmemöglichkeiten, um die große Menge an Barreserven gewinnbringend anzulegen.

Zur Hauptversammlung, die als "Woodstock für Kapitalisten" bezeichnet wird, sind 42.000 Aktionäre aus aller Welt angereist. Buffett (88) und sein 95 Jahre alten Vize Charlie Munger werden dort schon seit Jahren wie Rockstars gefeiert.

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