Wegen US-Überlegungen Venezuelas Anleihen stehen erneut unter Druck

Venezuela verliert seine Investoren - denn die USA überlegen, den Handel mit Schuldtiteln aus dem Land zu untersagen. Als Folge ist die Rendite Venezuelas auf den höchsten Stand der letzten eineinhalb Jahre gestiegen.

Die USA könnten den Handel mit Schuldtiteln aus dem südamerikanischen Land verbieten. Quelle: Reuters

FrankfurtInvestoren kehren Anleihen aus Venezuela den Rücken. Auslöser sind die Überlegungen der USA, den Handel mit Schuldtiteln aus dem südamerikanischen Land zu verbieten. Dies trieb die Rendite der bis 2038 laufenden Staatsanleihe am Donnerstag auf 21,23 Prozent, den höchsten Stand seit etwa eineinhalb Jahren.

Ein Verbot würde alle Investoren treffen, die Bonds des venezolanischen Staates oder des staatlichen Ölkonzerns PDVSA im Gesamtvolumen von 60 Milliarden Dollar halten. Sie wären wohl gezwungen, sich von den Papieren zu trennen, sagte Analyst Michael Roche von der Investmentbank Seaport Global.

Shamaila Khan, der Chef-Anlagestrategin für Schwellenländer des Vermögensverwalters AllianceBernstein, zufolge könnte ein Bann Venezuela sogar helfen. „Die Regierung könnte dies als Vorwand nutzen, sich für zahlungsunfähig zu erklären.“ Dadurch würden Haushaltsmittel frei, weil die Schulden nicht mehr bedient werden müssen.

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