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Wegen Viruskrise EZB verlängert Strategiecheck bis Mitte 2021

Das Vorhaben wird nicht wie bisher geplant bis Ende des Jahres abgeschlossen. Bürgeranhörungen sollen auf die zweite Jahreshälfte verschoben werden.

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Die Zentralbank fokussiert sich momentan darauf, die durch die Coronakrise entstandenen Herausforderungen zu bewältigen. Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) verlängert wegen der Virus-Krise den Zeitraum für die Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie. Das Vorhaben werde nun voraussichtlich erst Mitte 2021 abgeschlossen und nicht wie bisher geplant Ende 2020, teilten die Währungshüter am Donnerstag mit.

„In der aktuellen Situation sind die Beschlussorgane und Beschäftigten der EZB sowie der nationalen Zentralbanken ganz darauf konzentriert, die Herausforderungen der Coronavirus-Pandemie zu bewältigen.“

Die im Rahmen des Strategiechecks von der EZB und den nationalen Notenbanken geplanten Bürgeranhörungen unter dem Titel „Das Eurosystem hört zu“ sollen jetzt erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres stattfinden. Diese wurden bisher für das erste Halbjahr geplant.

Als Gründe führten die Euro-Wächter die Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote in EU-Ländern an. Der Termin für das jährliche große Notenbankforum in Sintra (Portugal) wird zudem auf den 10. bis 12. November 2020 verschoben.

Die EZB hatte letztmalig im Jahr 2003 ihr Strategie überarbeitet. Damals legte sie ihr bis heute gültiges Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent fest, das sie inzwischen aber seit Frühjahr 2013 verfehlt.

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