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Weidmann-Kandidatur EZB-Ratsmitglied Nowotny warnt Merkel wegen Draghi-Nachfolge

Angela Merkel verzichtet wohl auf eine Kandidatur von Jens Weidmann als EZB-Chef. Österreichs Notenbank-Boss hält das für einen schweren Fehler.

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Die Amtszeit von Ewald Nowotny als Chef der Oesterreichischen Nationalbank endet im August 2019. Quelle: Reuters

Wien Das österreichische EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny warnt Deutschland vor einem Verzicht auf eigene Ansprüche im Rennen um die Nachfolge von Zentralbankchef Mario Draghi. Nach Ansicht Nowotnys wäre es gut, wenn ein Vertreter der größten Volkswirtschaft des Euroraums an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) stünde.

Im Interview mit der Zeitung „Oberösterreichische Nachrichten“ (Donnerstagausgabe) warf er der deutschen Kanzlerin Angela Merkel vor, ohne Not auf eine Kandidatur von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zu verzichten.

„Ich persönlich halte das für einen schweren politischen Fehler von Angela Merkel, dass sie die Kandidatur von Weidmann nicht mehr weiter betreibt“, sagte Nowotny. Medienberichten zufolge ist der Kanzlerin wichtiger, dass Deutschland den nächsten EU-Kommissionspräsidenten stellt.

„Ich hätte die Kandidatur Weidmanns sehr begrüßt“, unterstrich Nowotny. „Ich kann das jetzt sagen, weil ich nächstes Jahr altersbedingt ausscheide“, fügte der Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hinzu. Seine Amtszeit endet im August 2019. Mit der Position ist auch ein Sitz im Rat der EZB verbunden. Draghi scheidet Ende Oktober 2019 nach acht Jahren aus dem Amt.

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