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Weltwirtschaftsforum Große Politik in Davos – Merkel redet am Nachmittag

Wahlen in Italien, Reform der Euro-Zone, schwelende Krise im Nahen Osten – am zweiten Tag des Weltwirtschaftsforums dreht sich vieles um die großen politische Themen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sprechen.

Davos: Angela Merkel redet am Nachmittag Quelle: dpa

DavosBundeskanzlerin Angela Merkel reist heute zum Weltwirtschaftsforum nach Davos. Sie wird am Nachmittag eine Rede halten und voraussichtlich danach wieder abreisen. Der Fokus der Beratungen in Davos liegt heute auf dem Thema Europa, deshalb sei es richtig, dass die Kanzlerin dazu Stellung beziehe, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert vergangene Woche.

Vor allem um die Zukunft der Europäischen Union im Allgemeine und natürlich auch der Euro-Zone im Besonderen soll es heute gehen. Dieses Thema dürfte vor allem der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zu besetzen wissen. Er hatte seine Vision für eine umfassende Reform und tiefere Integration Europas in der Woche nach der deutschen Bundestagswahl im vergangenen Herbst vorgestellt. In Davos dürfte er seine Ideen hierzu bekräftigen und zugleich für seine Reformagenda für sein Heimatland Frankreich werben.

Nach einer ebensolchen Agenda dürfte auch der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni vielfach gefragt werden. Denn der politische Umbau Italiens kommt nicht voran, und angesichts eines Umfragepatts zwischen den rivalisierenden Parteienbündnissen schwindet die Hoffnung auf einen Reformschub nach der Wahl Anfang März. Immerhin haben sich zuletzt die Sorgen etwas verflüchtigt, dass eine neue italienische Regierung auf einer antieuropäischen Welle schwimmen könnte.

Auch am Abend wird sich alles um Europa drehen: Bei einem Dinner im Hotel Meierhof versuchen sich die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sowie der französische und der spanische Wirtschaftsminister, Bruno Le Maire und Luis de Guindos, an einem gemeinsamen Konzept zur „Erneuerung Europas“. Von der Leyen wird sich etwas früher am Tag auch der Zukunft des Nahen Ostens widmen, in einer Panelrunde mit Außenministern aus drei arabischen Staaten sowie dem stellvertretenden türkischen Ministerpräsidenten Mehmet Simsek.

Wem das alles zu viel Politik ist, für den bietet der zweite Tag auch eine Menge prominenter Wirtschaftsthemen. Eines der Highlights ist ein Interview des WEF-Gründers Klaus Schwab mit dem Google-Vorstandschef Sundar Pichai, in dem vor allem über künstliche Intelligenz gesprochen wird. Doch auch eine Podiumsdiskussion über die digitale Revolution in der Gesundheitsbranche mit Microsoft-Chef Satya Nadella dürfte für viel Aufmerksamkeit sorgen. Das gleiche gilt für ein Gespräch zwischen Carlyle-Chef David Rubenstein und dem Gründer des chinesischen Amazon-Rivalen JD.com, Richard Liu.

Die Medien bieten ebenfalls Gesprächsstoff: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales wird über Fake News sprechen. Die weltweite Diskussion über solche Fehlinformationen hat auch dazu beigetragen, dass das Vertrauen in Medien laut einer für Davos erstellten Studie der PR-Agentur Edelman zuletzt drastisch gefallen ist.

Aber auch skurrilere Themen werden in Davos besprochen: Über die Selfie-Kultur, die immer weiter um sich greift, geht es in einer Diskussionsrunde.

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