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Werkzeughändler Würth-Mitarbeiter kommen Betriebsratswahl näher

Bei einer Betriebsversammlung des Werkzeughändlers wurde ein Wahlvorstand eingesetzt. Für das Familienunternehmen steht eine Kehrtwende an.

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Im Vorfeld der Wahl hatte eine Betriebsratsinitiative für Unruhe gesorgt. Quelle: dpa

Künzelsau Die Mitarbeiter des Werkzeughändlers Würth sind ihren ersten Betriebsratswahlen einen großen Schritt näher gekommen. Am Montag wurden bei einer Betriebsversammlung drei Mitarbeiter in den Wahlvorstand gewählt, wie ein Firmensprecher bestätigte. Dieser hat die Aufgabe, in den kommenden Wochen die Betriebsratswahl vorzubereiten.

Rund 2000 der insgesamt 7200 Mitarbeiter der Adolf Würth GmbH & Co KG waren einem Aufruf zur Versammlung gefolgt. Das ist die Kerngesellschaft der Würth-Gruppe mit weltweit gut 77.000 Beschäftigten.

Die erste Betriebsratswahl bei dem Familienunternehmen ist nach Einschätzung von Uwe Bauer, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Schwäbisch Hall, eine Kehrtwende. Bislang wurden die Mitarbeiter der Zentrale der Würth-Gruppe durch einen Vertrauensrat ohne jegliche gesetzliche Rechte vertreten.

Im Vorfeld der Wahl hatte eine Betriebsratsinitiative für Unruhe gesorgt. Einem Mitglied der Gruppe hatte das Unternehmen bereits mehrfach gekündigt. Vor allem um den internen Querelen ein Ende zu setzen, waren schließlich andere Würth-Mitarbeiter angetreten und hatten zur entscheidenden Betriebsversammlung eingeladen. Drei von ihnen stellen dem Sprecher zufolge nun auch den Wahlvorstand.

Mehr: Vorstandschef Robert Friedmann muss einen Betriebsrat zulassen. Dass die Forderung danach von einem AfD-Mitglied kam, hat den Ruf von Würth belastet.

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