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Wertpapierabwickler EU sucht nach Alternative für britische Clearing-Häuser

Ab Januar haben britische Wertpapierabwickler noch 18 Monate Zugang zur EU. Doch Die Europäische Union arbeitet bereits an Alternativen.

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Britische Clearinghäuser profitieren ab Januar 2021 von einer 18-Monatigen Frist nach dem Brexit. Quelle: dpa

Die Europäische Union arbeitet an einem „Plan B“ für britische Wertpapierabwickler nach dem Brexit. Sollte es während der 18-monatigen Übergangsfrist ab Januar 2021 Probleme geben, müsse eine Übertragung der Clearing-Aufgaben an Institute innerhalb der EU möglich sein, erklärte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) am Mittwoch.

„Mit unserem Plan A wollen wir die globalen Kapitalmärkte unterstützen, aber wir brauchen einen Plan B und müssen uns auf diesen berufen können, wenn eine Clearingstelle systemrelevant ist oder wenn die Zusammenarbeit nicht wie erwartet funktioniert“, sagte ESMA-Chef Steven Maijoor zu Reuters.

Clearinghäuser kümmern sich um die Abrechnung und Abwicklung von Wertpapiergeschäften und stehen zwischen Verkäufer und Käufer. Sie sind einem hohen Risiko ausgesetzt, falls eine Partei im Handel ausfällt und gelten deshalb als riskant für das Finanzsystem. Aufsichtsbehörden überwachen solche Clearinghäuser deshalb genau und drängen darauf, dass die Wertpapierabwicklung mit EU-Kunden auch innerhalb der EU erfolgen muss.

Im September genehmigte die EU-Kommission den britischen Clearing-Häusern den Zugang zur EU für 18 Monate ab Januar. In dieser Zeit sollten Marktteilnehmer ihr übergroßes Engagement mit britischen Häusern verringern und Clearing-Häuser in der EU könnten in der Zwischenzeit Kapazitäten aufbauen.

Die Londoner Börse LSE dominiert die Abwicklung von auf Euro lautenden Finanzderivaten. Die Deutsche Börse hofft darauf, dass sie der Londoner Rivalin einen Großteil des Geschäfts abluchsen kann. Aktuell kommt die Deutsche-Börse-Tochter Eurex nach eigenen Angaben im Euro-Clearing auf einen Marktanteil von 19 Prozent.

Mehr: Für die Banken geht die Brexit-Unsicherheit weiter.

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