Wiener Bank Erholung in Osteuropa beschert Erste Group Rekordgewinn

Hohe Gewinne, steigende Kurse, kaum faule Kredite: Bei der Erste Group läuft es derzeit gut – dank eines Großkunden.

Der CEO der Erste Group hatte im vergangenen Jahr wohl große Freude beim Blick auf die Börsenkurse. Sein Geldhaus war der größte Gewinner des Wiener Leitindex. Quelle: Reuters

Wien
.Ein kräftiges Wirtschaftswachstum in Osteuropa hat dem Wiener Geldhaus Erste Group im vergangenen Jahr zu einem Rekordgewinn verholfen. Dadurch habe sich auch die Risikolage verbessert und der Anteil der faulen Kredite sei auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise geschrumpft, teilte die Bank, die zu den größten Darlehensgebern in Osteuropa zählt, am Mittwoch mit. Zugleich habe sie mehr Kredite ausgereicht und gleichzeitig mehr Einlagen erworben. Da Bankchef Andreas Treichl für das laufende Jahr einen ähnlich positiven Trend sieht, sollen die Aktionäre von dem Ergebnis profitieren. Die Dividende wird um ein Fünftel auf 1,20 Euro je Aktie erhöht. Die Anleger reagierten erfreut: Die Anteilsscheine legten drei Prozent zu und waren größter Gewinner im Wiener Leitindex

Unter dem Strich stieg der Gewinn um 4,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und damit auf den bisher höchsten Wert in der Geschichte der Bank. Das operative Ergebnis sank jedoch wegen höherer IT-Kosten für regulatorisch bedingte Projekte um 5,7 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Für 2018 erwartet das Geldhaus bei einem Rückgang der Ausgaben wieder einen Anstieg des Betriebsergebnisses.

Das Kapitalpolster habe sich verbessert, erklärte die Bank. Die harte Kernkapitalquote stieg um einen Tick auf 12,9 Prozent von 12,8 Prozent Ende 2016. Der Zinsüberschuss sank trotz eines Kreditwachstums um 0,5 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Das Management führte dies vor allem auf geringere Zinserträge aus Veranlagungen in Staatsanleihen zurück. Der Provisionsüberschuss stieg um 3,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Bank eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über zehn Prozent. Ende 2017 betrug sie 11,5 Prozent..

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